Wiederstein

Wiederstein Willkommen bei der Weiberwirtschaft
Die „Weiberwirtschaft“ der Wiederstein Frauen in Göttlesbrunn, produziert Weine, die so erfreulich „anders“ sind.

Birgit Wiederstein female organic Winemaker from Carnuntum, Lower Austria
a passionate female winemaker from Göttlesbrunn For many years, committed to biodynamic viticulture, crafting wines that truly reflect the rhythms of nature and the unique terroir. Weine bei denen es sich lohnt, sie kennen zu lernen. Feminin und elegant sind sie, nicht vordergründig, sehr subtil und mit viel Tiefgang. Diese

Weine scheinen den Beweis zu bringen, dass zu „Terroir“ noch mehr gehört, als die richtigen Reben auf großem Boden in passendem Klima. Die einzigartige Persönlichkeit des Winzers nämlich. Oder besser noch: der Winzerin, wie in Birgits Fall. Ihre Weine wirken feinfühlig, sensibel und zart, doch stets selbstbewusst; funkelnd und tänzelnd am Gaumen, immer voll Harmonie und Balance. Man merkt die feine Hand, mit der die Trauben zur Reife geführt werden, die Leidenschaft, mit der die knapp sechs Hektar kultiviert werden, den sanften Ehrgeiz, der Motivation ist, Jahr für Jahr noch mehr an Qualität und Finesse aus den Weingärten herauszuholen. Die daraus entstehenden Weine von Birgit und die Destillate von Grete bereiten viel Trinkfreude und so viel Spaß, wie nur das Gespräch mit kompromisslos leidenschaftlichen Menschen es bietet. Feminine Weine und elegante Destillate eben, die „ihre Frau stehen“ - in diesem maskulin kraftvollen Umfeld Carnuntums.

Was macht es aus, dass ein Familienbetrieb über Generationen weitergeführt wird? Ich denke oft darüber nach, gerade jetz...
28/08/2026

Was macht es aus, dass ein Familienbetrieb über Generationen weitergeführt wird? Ich denke oft darüber nach, gerade jetzt, wo wir 150 Jahre Wiederstein feiern.
Es ist nicht das Eigentum an sich – ein Hof, ein Weingarten, ein Name. Das lässt sich verkaufen, vererben, verwalten. Was einen Familienbetrieb wirklich trägt, ist etwas anderes: klare Kompetenzen, damit jeder weiß, wofür er steht und verantwortlich ist. Und eine Vision, die über die eigene Zeit hinausreicht. Man pflanzt Reben, die erst die nächste Generation in voller Reife erlebt.
Aber am wichtigsten ist die Liebe und die Passion für das, was man tut. Denn nur solange das Feuer brennt, kann man sich auch aus der Asche wieder neu erfinden.
So wie 1876, als Franz Wiederstein zur Brandstätte auf Hausnummer 26 kam. Der Hof war abgebrannt – und trotzdem hat er gemeinsam mit seiner Frau Katharina alles wieder aufgebaut. Nicht aus Trotz, sondern aus genau dieser Passion, die einen weitermachen lässt, wo andere aufgeben würden. Das ist der Ursprung, auf den wir heute, 150 Jahre später, zurückblicken.
Am Ende bleibt: man ist nie nur für sich selbst verantwortlich. Man führt etwas fort – mit klarem Kopf und brennendem Herzen – und gibt es irgendwann weiter.
In diesem Sinne – 150 Jahre, die 1876 aus der Asche begonnen haben.



FranzUndKatharina Weiberwirtschaft Weinbautradition ÖsterreichWein

Fortschritt oder Rückschritt? - nicht immer ist das Praktische auch das Bessere.Jede Arbeitserleichterung, jede Effizien...
19/08/2026

Fortschritt oder Rückschritt? - nicht immer ist das Praktische auch das Bessere.

Jede Arbeitserleichterung, jede Effizienzsteigerung hat eine Kehrseite, die man mitbedenken muss. Als Landwirtin bin ich nicht einfach Besitzerin meiner Böden, meiner Tiere, meiner Pflanzen – ich bin Wirtin des Landes, das mir anvertraut wurde. Und jede Entscheidung, die ich treffe, wirkt weiter, über meine eigene Zeit hinaus.

Also wäge ich ab. Zeiteffizienz gegen Zeitaufwand. Geldwert gegen einen Wert, der sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt. Intensivierung oder Extensivierung – will ich mehr aus dem Boden herausholen, oder ihm mehr Ruhe lassen? Wie wichtig ist mir Ressourcenschonung, Kreisläufe statt Verbrauch? Und in welchen Zyklen denke und handle ich überhaupt – in einer Saison, oder in Generationen?

Diese Gewichtung ist zutiefst persönlich. Aber sie ist auch familiär geprägt – geformt von dem, was meine Eltern und Großeltern für richtig gehalten haben, und von dem, was ich selbst dazugelernt habe. Eine Entscheidung, die ich heute treffe, trifft morgen jemand anderer weiter, auf demselben Boden.

Wie gewichtet ihr solche Entscheidungen – privat oder beruflich? Ich bin gespannt auf eure Gedanken in den Kommentaren.

In diesem Sinne – nicht jeder Schritt ist Fortschritt.

Nachhaltigkeit Weiberwirtschaft BiologischeBewirtschaftung ÖsterreichWein Landwirtschaft

14/08/2026

Wie hat sich die Weinerzeugung in 150 Jahren verändert? Diese Frage stelle ich mir öfter, wenn ich im Keller stehe. Die ehrliche Antwort: bei uns erstaunlich wenig.

Was dazugekommen ist: Erfahrung, ergänzt durch wissenschaftliche Erkenntnisse und Aus- und Weiterbildung. Fließendes Wasser und das Wissen darum, wie wichtig Reinheit ist – bei Fässern, Schläuchen, bei allem, was mit Traubensaft und Wein in Berührung kommt. Elektrischer Strom, und damit Licht im Keller, das nicht mehr von Kerzen kommt. Eine pneumatische Presse statt der alten Baumpresse. Heizen oder kühlen per Knopfdruck, statt mit holzbefeuertem Kessel für Heißwasser. Messingarmaturen sind rostfreiem Stahl gewichen, Holzfässer wurden um Stahltanks ergänzt.

Aber das Wesentliche ist geblieben. Fußgestampfte Rotweinmaische. Das händische Unterstoßen des Maischekuchens. Arbeiten im Gefälle, mit der Gravitation statt gegen sie. Natürlich vorhandene Hefen, die die Gärung erledigen, ganz von selbst. Reifung im Gewölbekeller, tief unter der Erde, wo es kühl bleibt, egal was draußen passiert.
150 Jahre Fortschritt – und im Kern arbeiten wir noch immer so, wie es die Trauben verlangen, nicht wie es am schnellsten ginge.
In diesem Sinne – manches lässt sich eben nicht verbessern, nur erleichtern.

Weinerzeugung NaturalWine Weiberwirtschaft Handwerk ÖsterreichWein

10/08/2026

Ein Stück Zeitgeist, mitgeklebt auf jeder Flasche.

Swipt euch durch unser aktuelles Etikettenreel und seht selbst, wie Weiberwirtschaft heute aussieht. In ein paar Jahrzehnten schaut vielleicht wer anders auf genau diese Bilder zurück und fragt sich dasselbe wie wir bei den alten.

Welches Etikett ist euer Liebling? Verratet’s mir in den Kommentaren!

In diesem Sinne – jede Flasche ein kleines Archiv, jedes Etikett ein Zeitzeuge.

150JahreWiederstein Weingeschichte Weiberwirtschaft ÖsterreichWein NaturalWine

07/08/2026

Weinflaschen sind Zeitkapseln. Ich sag das nicht nur so dahin – wenn ich eine alte Flasche aus unserem Keller in die Hand nehme, halte ich buchstäblich ein Stück Vergangenheit fest.

Da drinnen steckt der Boden dieses einen Jahres, das Wetter, das über dem Weingarten hing – ob großzügig oder launisch. Da steckt die Lagerung, die Geduld, die es gebraucht hat. Und da steckt das Geschick all jener, die den Wein von der ersten Rebe im Weingarten bis zur letzten Handbewegung beim Verkorken begleitet haben. Ein ganzes Jahr, eingefangen in Glas.

Und dann sind da die Etiketten – die verraten fast noch mehr als der Wein selbst. Schaut euch mal alte Etiketten an, aus den 60ern, 70ern, 80ern: die Schriftarten, die Farben, was man damals wichtig fand zu zeigen. Ein Stück Zeitgeist, mitgeklebt auf jeder Flasche. Bei uns im Archiv hab ich mich zuletzt richtig festgeschaut – schaut selbst, was sich da alles getan hat.

Wein erzählt eben nicht nur mit der Nase und am Gaumen. Er erzählt auch mit dem, was außen draufsteht.

Habt ihr noch alte Weinflaschen oder Etiketten zuhause, die eine Geschichte erzählen? Zeigt’s mir gern in den Kommentaren – ich bin neugierig!

In diesem Sinne – jede Flasche ein kleines Archiv.

150JahreWiederstein Weingeschichte Weiberwirtschaft ÖsterreichWein NaturalWine

Guter Fund!Getreidedrusch am Hof – ein Foto aus vergangenen Zeiten, das mich beim Durchstöbern des Archivs wieder hat in...
02/08/2026

Guter Fund!

Getreidedrusch am Hof – ein Foto aus vergangenen Zeiten, das mich beim Durchstöbern des Archivs wieder hat innehalten lassen.

Zu sehen: der alte Holzstadel, damals noch strohgedeckt, davor die Menschen mitten in der Arbeit des Dreschens. Kein Bild aus dem Museum, sondern gelebter Alltag – so sah miteinander Arbeit aus, lange bevor Maschinen sie erleichtert haben.

Rate mal: in welchem Jahrzehnt wurde dieses Foto aufgenommen? Schreibt mir eure Vermutung in die Kommentare!

Der Stadel steht heute nicht mehr – an dieser Stelle war später ein Silo und seit 1989 steht hier mein Elternhaus. Das Haus von Grete und Stein. So verändert sich ein Hof über die Jahrzehnte, und bleibt sich doch treu.

In diesem Sinne – ein Blick zurück

31/07/2026

Man könnte meinen, in dieser Zeit hat sich alles verändert – und vieles hat sich ja auch verändert. Und doch, wenn ich innehalte, merke ich: das Wesentliche ist geblieben.
Der Boden ist derselbe, den schon unsere Urururgroßeltern bearbeitet haben. Die Pflanzen, um die wir uns kümmern, wachsen nach denselben Gesetzen wie eh und je. Der Blick zum Himmel, um das Wetter einzuschätzen, bevor man aufs Feld geht – den werfen Weingärtner seit Generationen, lange bevor es Wetter-Apps gab.
Die Arbeit mit den Händen. Der Duft von trockenem oder feuchtem Boden, je nachdem, was der Tag gerade bringt. Das Singen der Vögel während man im Weingarten mit den Reben arbeitet. Und unser altes Kellergewölbe – vor 280 Jahren gebaut, also sogar älter als der Name Wiederstein in Göttlesbrunn zu finden ist –, das uns bis heute Kühle und Ruhe schenkt für das, was darin reift.
So vieles hat sich gewandelt in 150 Jahren. Aber das, worauf es ankommt, war schon immer da.
Was sich für euch nie ändert, egal wie viele Jahre vergehen? Erzählt’s uns gern in den Kommentaren – oder kommt vorbei und schaut euch unser altes Gewölbe selbst an.

In diesem Sinne – auf die nächsten 150.

150 Jahre Wiederstein auf Hausnummer 26.Am 13. Juni 1876 heiratete Franz Wiederstein Katharina Schübl – und mit ihm kam ...
26/07/2026

150 Jahre Wiederstein auf Hausnummer 26.

Am 13. Juni 1876 heiratete Franz Wiederstein Katharina Schübl – und mit ihm kam der Name auf diesen Hof in Göttlesbrunn. Was er vorgefunden hat? Eine Brandstätte. Was davor gebrannt hat und warum – das wissen wir nicht. Mündlich überliefert ist aus dieser Zeit fast nichts.

Was bleibt, sind die schweigsamen Zeugen: der Brunnen im Hof, die Grundmauern des Stadels, das Kellergewölbe in der Kiragstettn – damals schon 130 Jahre alt. Und vielleicht einer der Kirschbäume im Weingarten Kräften.

Die Ur-Urgroßeltern haben einfach weitergemacht. Aufgebaut, gesät, geerntet. Lehmziegel, Holz, Stroh. Keine großen Worte überliefert – nur der Hof selbst.

Der Name kam mit dem Mann. Geblieben ist er wegen allem, was danach kam.

23/07/2026

Vor 150 Jahren begann unsere Reise in Göttlesbrunn. Franz Wiederstein legte mit der Hochzeit mit Katharina Schübl den Grundstein für alles, was wir heute sind. Aus tiefsten Wurzeln wächst die schönste Zukunft – und Birgit führt diese stolze Geschichte heute mit derselben Leidenschaft fort.

Auf die nächsten 150 Jahre! Stoßt mit uns an! 🥂

30/06/2026

Ja, auch Trauben bekommen Sonnenbrand. Ich weiß, das klingt erstmal nach einem schlechten Scherz – aber es stimmt wirklich. 🍇☀️

Heuer, bei diesen Hitzetagen, sieht man's an den Beeren auf der Sonnseite: Sie werden braun, runzlig, schmecken verbrannt statt fruchtig. Genau wie bei uns Menschen, wenn wir zu lang ohne Schutz in der Sonne stehen.

Was wir dagegen tun? Wir greifen zu einem Mittel, das auf den ersten Blick gar nicht nach Weinbau aussieht: Zeolith. Ein Gesteinsmehl, feinst vermahlen, das wir auf die Laubwand sprühen. Es legt sich wie ein hauchdünner, heller Schleier über die Blätter und Trauben – und reflektiert damit einen Teil der Sonnenstrahlen, bevor sie überhaupt Schaden anrichten können.

Ein bisschen wie Sonnencreme für die Reben, könnte man sagen. Nur eben aus Stein.

Und ganz nebenbei hilft das feine Mehl auch noch, Feuchtigkeit zu speichern – die Reben trocknen an Hitzetagen nicht so schnell aus.

Manchmal liegt der beste Schutz eben nicht im Labor, sondern direkt unter unseren Füßen. Wieder was dazu gelernt. 🌿

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Göttlesbrunn
2464

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