28/08/2026
Was macht es aus, dass ein Familienbetrieb über Generationen weitergeführt wird? Ich denke oft darüber nach, gerade jetzt, wo wir 150 Jahre Wiederstein feiern.
Es ist nicht das Eigentum an sich – ein Hof, ein Weingarten, ein Name. Das lässt sich verkaufen, vererben, verwalten. Was einen Familienbetrieb wirklich trägt, ist etwas anderes: klare Kompetenzen, damit jeder weiß, wofür er steht und verantwortlich ist. Und eine Vision, die über die eigene Zeit hinausreicht. Man pflanzt Reben, die erst die nächste Generation in voller Reife erlebt.
Aber am wichtigsten ist die Liebe und die Passion für das, was man tut. Denn nur solange das Feuer brennt, kann man sich auch aus der Asche wieder neu erfinden.
So wie 1876, als Franz Wiederstein zur Brandstätte auf Hausnummer 26 kam. Der Hof war abgebrannt – und trotzdem hat er gemeinsam mit seiner Frau Katharina alles wieder aufgebaut. Nicht aus Trotz, sondern aus genau dieser Passion, die einen weitermachen lässt, wo andere aufgeben würden. Das ist der Ursprung, auf den wir heute, 150 Jahre später, zurückblicken.
Am Ende bleibt: man ist nie nur für sich selbst verantwortlich. Man führt etwas fort – mit klarem Kopf und brennendem Herzen – und gibt es irgendwann weiter.
In diesem Sinne – 150 Jahre, die 1876 aus der Asche begonnen haben.
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