09/09/2026
🇨🇭 5 Schweizer Rebsorten, 5 ziemlich gute Geschichten. Und «einheimisch» ist genetisch nicht immer so einfach, wie es klingt.
🧂 Petite Arvine ist seit Jahrhunderten im Wallis zuhause. Sie reift spät, verlangt einiges im Rebberg und belohnt mit Grapefruit, Spannung und diesem typisch salzig-jodigen Eindruck im Finale.
🍒 Cornalin war dem Aussterben gefährlich nahe. In den 1970er-Jahren waren nur noch wenige Reben übrig. Zum Glück kam das Comeback: dunkle Kirsche, Würze, Frische und eine wunderbar alpine Persönlichkeit.
🌿 Humagne Rouge bringt den nächsten Twist: Mit Humagne Blanche ist sie nicht verwandt. Ihre genetische Geschichte führt ins benachbarte Aostatal. Im Glas? Waldfrucht, Veilchen, Kräuter und oft eine charmant wilde Seite.
⛰️ Heida – im Unterwallis auch Païen genannt – ist Savagnin, dieselbe Rebsorte, die wir aus dem französischen Jura kennen. Im Wallis fühlt sie sich auch in spektakulär hohen Lagen wohl und verbindet reife Frucht mit Frische und Struktur.
🙏 Completer wurde bereits 1321 in Malans erwähnt. Sein Name wird mit dem abendlichen «Completorium» der Mönche verbunden – danach gab’s Wein. Heute ist er eine rare Bündner Spezialität mit Quitte, Apfel, markanter Säure und echtem Reifepotenzial.
🍷 Fünf Sorten, die zeigen, warum Schweizer Wein weit mehr ist als Chasselas, Pinot Noir und Merlot. Welche davon kennt ihr schon?