12/09/2026
"Der Gradmesser für die Sicherheit in einer Gesellschaft ist das Verhältnis zu Minderheiten und Frauen. Frag dich selbst, wie sicher du dich wo fühlst. Und frag bei der hiesigen jüdischen Gemeinde nach, ob, wo und wie oft sich Juden in Halle mit Kippa auf die Straße trauen und vor wem sie neben rechten Psychopathen wie Stephan Balliet sonst noch Angst haben. Kleiner Spoiler: Der CDU-Wähler ist es nicht. Die Sicherheit von Juden, Frauen, nicht-weißen und queeren Menschen ist gewissermaßen ein Frühwarnsystem der offenen Gesellschaft. Und diese ist bedroht. Nicht von ominösen „konservativen Kräften“ oder der katholischen Kirche, sondern durch antisemitische, frauenverachtende und queerfeindliche Ideologien, wie sie im Islam offenkundig zu finden sind.
Die Statements der CSD-Organisatoren und ihres ideologischen Vorfelds klingen deshalb wie blanker Hohn gegenüber den vielen, bei weitem nicht nur queeren Opfern der letzten Jahre, die von Anhängern des Propheten gemobbt, bedroht, beleidigt, verletzt oder getötet wurden. Erst verändert sich dein Lebensgefühl, dann deine Lebensweise. Der Anschlag in Berlin, der brutale Angriff 2023 hier in Halle und jedwede Aggression gegen Minderheiten sind ein Angriff auf diese, aber auch auf unsere Lebensweise im Allgemeinen. Verübt durch Anhänger einer Religion, die es klar zu benennen und offen zu kritisieren gilt. Es nicht zu tun, kostet nicht weniger als die Freiheit.
Du bist heute hier. Du gehst auf die Straße. Du willst tanzen. Dann lass dir das nicht nehmen. Heute heißt es, in Anlehnung an den zum Symbol der Hoffnung gewordenen Slogan nach dem Terroranschlag der Hamas auf das Supernova-Musikfestival in der israelischen Negev-Wüste:
We will dance again!"
Einen Tag nach dem 25. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center in New York, sechs Wochen nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin und drei Jahre nach den tätlichen Angriffen auf Teilnehmer...