24/05/2026
„Der muss zum Schlachter. Aus dem kann man nur noch Wurst machen.“
Diese Sätze haben wir oft gelesen, nachdem wir offen darüber gesprochen haben, dass unser Schafbock plötzlich aggressives Verhalten zeigt. 🙈
Denn eigentlich war er immer unkompliziert im Umgang – auch mit unseren Kindern. Bis sich sein Verhalten im Frühjahr plötzlich verändert hat. Erst kleine Situationen, dann immer häufiger aggressive Momente. Zum Schluss konnte man kaum noch auf die Weide gehen, ohne angegriffen zu werden. Uns gegenüber, aber auch innerhalb der Herde.
Besonders schlimm war es nachts im Stall. Teilweise hat er die Auen so massiv gegen die Wand geboxt, dass sie regungslos in der Ecke lagen. Einmal dachten wir sogar, dass es eine Aue nicht überlebt hat.😵💫
Natürlich mussten wir handeln.
Unsere Tiere schützen.
Und die Sicherheit unserer Kinder stand immer an erster Stelle.
Aber traurig gemacht hat uns, wie schnell viele gesagt haben: „Weg damit.“
Als wäre ein Tier nur solange willkommen, wie es funktioniert…
Dabei beginnt Verantwortung für uns genau da, wo es schwierig wird. 🤍
Ein Tier bedeutet eben nicht nur schöne Bilder und einfache Momente. Verantwortung bedeutet auch, hinzusehen, Ursachen zu suchen und nicht sofort aufzugeben, wenn es anstrengend wird.
Also haben wir ihn separiert, Sicherheitsmaßnahmen getroffen und angefangen, gezielt mit ihm zu arbeiten.
Und langsam wurde es besser. ✨
Heute läuft er wieder ruhig in der Herde und auch uns gegenüber ist er wieder entspannt. Trotzdem bleiben wir vorsichtig. Unsere Kinder gehen weiterhin nicht alleine zu ihm und bei Kindergruppen wird er separat gehalten, weil Verantwortung eben auch bedeutet, Risiken ernst zu nehmen. ♥️
Wir wissen noch nicht auf alles eine Antwort. Aber wir sind froh, ihn nicht vorschnell aufgegeben zu haben.
Wenn euch interessiert, wie wir mit ihm gearbeitet haben und was wirklich geholfen hat, dann folgt uns gerne für Teil 2🙏🏻