14/08/2026
Brot 51/100.
Jubiläumsbrot vom Bäckerei & Catering Schmid-Bäck‘
Ein Jahr. Eine Stadt. 100 Brote.
Manche Brote sind kleine Zeitmaschinen.
Ein Bissen und plötzlich sitzt man wieder bei Oma und Opa am Tisch.
Vor einem steht eine zünftige Brotzeit. Eine Scheibe Brot mit ordentlich Butter, Leberwurst und Zwiebelringen, wie Opa sie immer gegessen hat. Und danach vielleicht noch eine mit Omas Erdbeermarmelade.
Damals war das nichts Besonderes. Es war einfach das Brot, das auf dem Tisch stand.
Heute schmeckt genau das nach Zuhause, Familie und vertrauten Erinnerungen.
Kruste
– rustikal bemehlt und unregelmäßig aufgerissen
– mittelbraun und kräftig ausgebacken
– eher weich als rösch, typisch für ein saftiges Roggenbrot
– ausgeprägte Röst- und Getreidearomen
Krume
– fein bis mittelporig und gleichmäßig gelockert
– kompakt, saftig und angenehm elastisch
– Roggen sorgt für eine gute Wasserbindung
– bleibt dadurch lange frisch
Geschmack
– kräftig getreidig mit deutlichem Roggencharakter
– milde, harmonisch eingebundene Säure
– leicht malzige und erdige Noten
– der Dinkel bringt eine feine nussige Süße mit
Gesamteindruck
– herzhaft, saftig und wunderbar unkompliziert
– wie gemacht für eine Brotzeit
– funktioniert herzhaft genauso gut wie süß
– kein Sonntagsbrot, sondern eines für jeden Tag
65 % Roggen, 35 % Dinkel und komplett ohne Weizen. Dazu kommt der hauseigene Sauerteig, dem der Schmid-Bäck’ mindestens 24 Stunden Zeit gibt. Gebacken wird im Steinofen und mit ziemlich viel Erfahrung. Die Familienbäckerei wurde 1951 gegründet und wird heute in dritter Generation geführt.
Und auch der Name erzählt eine schöne Geschichte: Bei einer Kundenumfrage zum Firmenjubiläum wurde genau dieses Brot zum Lieblingsbrot gewählt. Seitdem heißt es Jubiläumsbrot.
Als Kind hab ich dieses Brot einfach gegessen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. Heute reicht eine Scheibe und plötzlich sind die Erinnerungen wieder da.
An Oma und Opa. An Leberwurst und Marmelade. An einen Küchentisch, an dem genau so ein Brot einfach selbstverständlich dazugehört hat.
Manchmal braucht eine Zeitmaschine eben keinen DeLorean.
Sondern nur eine richtig gute Scheibe Brot.