26/04/2026
Die Wege noch weich vom tauenden Schnee,
ein leises Tropfen im kalten See,
die Luft so klar, als wär sie neu,
und irgendwo ruft schon ein erster Schrei.
Die Hütten stehen, ein wenig still,
als warteten sie, dass jemand will
die Tür aufzustoßen, Licht hereinzulassen,
die Stille zu brechen, das Leben zu fassen.
Ein Hauch von Gras, noch zart und klein,
drängt durch die Erde, will Frühling sein,
und zwischen den Steinen, im letzten Eis,
glitzert die Sonne – vorsichtig, leis.
Die Berge tragen noch weiße Ränder,
doch unten erwachen die weichen Länder,
ein Murmeln im Bach, ein Rascheln im Wind,
als ob sie sich selbst neu erinnern, wer sie sind.
Und du stehst da, atmest tief ein,
zwischen Abschied und Neubeginn sein,
spürst, wie die Kälte langsam vergeht –
und etwas in dir leise aufsteht.