10/09/2026
🍇 Von der Traube zum Wein – Teil 2: Ab in den Keller!
Die Trauben sind gelesen – und jetzt? Nach der Ernte geht es möglichst rasch in den Keller, denn hier beginnt die eigentliche Verarbeitung.
Zuerst werden die Trauben kontrolliert und je nach Wein und Arbeitsweise entrappt – dabei werden die Beeren von den Stielen, den sogenannten Rappen, getrennt. Anschließend werden die Beeren leicht gequetscht. Es entsteht die sogenannte Maische, ein Gemisch aus Saft, Fruchtfleisch, Schalen und Kernen.
Und hier trennen sich langsam die Wege von Weiß- und Rotwein. 🍷
Bei Weißwein wird die Maische in der Regel relativ rasch gepresst. Der gewonnene Traubensaft – jetzt sprechen wir vom Most – wird anschließend weiterverarbeitet und vergoren.
Bei Rotwein läuft es meist anders: Hier wird die Maische gemeinsam mit den Beerenschalen vergoren. Das ist besonders wichtig, denn in den Schalen stecken Farbstoffe, Gerbstoffe und viele Aromastoffe, die während der Maischegärung in den Wein übergehen. Erst danach wird gepresst.
Auch hier haben die Winzerinnen und Winzer viele Möglichkeiten, den späteren Wein zu beeinflussen – etwa durch die Dauer des Schalenkontakts, die Temperatur oder die Art der Verarbeitung.
Aus frisch gelesenen Trauben sind damit Maische und Most geworden. Aber wie wird daraus eigentlich Wein?
Das zeigen wir euch in Teil 3 unserer Miniserie „Von der Traube zum Wein“. 🍷