Leni.vom.Bichlhof

Leni.vom.Bichlhof Lebensmitteltechnologin & Heumilchbäurin vom Leben am Bergbauernhof kleinstrukturierte Landwirtschaft

01/09/2026

Ein Sommer, der uns verändert hat.

So viel Verantwortung, so viele Entscheidungen und eine Organisation, die wir komplett neu denken mussten.

Zwischen Heu, Hitze, steilen Hängen und dem täglichen Melken. Aber auch zwischen Sonnenaufgängen, duftendem Heu und dem Gefühl, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.

Landwirtschaft fordert uns.
Aber manche Momente sind unbezahlbar

Jetzt freuen wir uns auf die neue Melktechnik, unsere neue Melkkammer und auf ein bisschen mehr Ruhe.

Vielleicht ist das unsere Art von Midlifecrisis. 🤍Nicht weg wollen.Sondern bleiben und trotzdem etwas verändern.Wir über...
30/08/2026

Vielleicht ist das unsere Art von Midlifecrisis. 🤍

Nicht weg wollen.
Sondern bleiben und trotzdem etwas verändern.

Wir übernehmen nicht einfach, was Generationen vor uns aufgebaut haben. Wir dürfen es weiterdenken, an unsere Zeit anpassen und gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Hof auch in unserer Generation eine Zukunft hat.

Denn manchmal bedeutet Weiterführen eben auch, Dinge anders zu machen.

Unser Hof soll nicht nur Vergangenheit bleiben.
Er soll unsere Zukunft sein.

& was ist eure midlifecrisis?

27/08/2026

Gestern sagte er zum ersten Mal: „Langsam darf die Heuarbeit zu Ende gehen.“

Heute sind es auf den Tag genau vier Monate, seit wir Heu einbringen.

Vier Monate zwischen frühen Morgenstunden, steilen Hängen, unterschiedlichen Wiesen und jedem Wetterfenster, das wir bekommen haben. Der abgestufte Wiesenbau macht unsere Heuernte ohnehin besonders aufwendig, heuer hat der fehlende Regen und die Baustelle alles noch härter gemacht.

Und jetzt hoffen wir nur noch auf eines: dass wir bald sagen können: „eighagt ist“

5 Uhr früh. Stall. Melken. Ö3 im Hintergrund.Und plötzlich diese eine Frage im Kopf:Was ist uns unsere eigene Versorgung...
24/08/2026

5 Uhr früh. Stall. Melken. Ö3 im Hintergrund.

Und plötzlich diese eine Frage im Kopf:

Was ist uns unsere eigene Versorgungssicherheit eigentlich wert?

Denn wenn wir sie verlieren, können wir sie nicht einfach zurückkaufen.

Milch kommt nicht aus dem Packerl. Eine Kuh wird nicht von heute auf morgen zur Milchkuh. Das dauert besonders bei alten...
21/08/2026

Milch kommt nicht aus dem Packerl. Eine Kuh wird nicht von heute auf morgen zur Milchkuh. Das dauert besonders bei alten Rassen und einer zum Region passenden Aufzucht & genau auf die Reise nehme ich euch mit.

Alma ist ein Tiroler Grauvieh und wurde an einem warmen Septembertag abends kurz vor der Melkzeit geboren.

die ersten Ausflüge & das gewöhnen ans Halfter

nach 3 Monaten wurde Alma von der Milch entwöhnt. Gleichzeitig haben wir bei ihr ein Freilaufsystem getestet und weiterentwickelt.

Ihr erster Tag auf der Weide, durch das Halfterführen und ihren zahmen Charakter war das richtig eine Freude ab dem ersten Tag.

Almas erster Almsommer hoch oben hinten im Zillertal

Der erste Herbst & die erste Herbstweide

Ein Sommer als Teeny & eine Alma die manchmal sehr zickig war.

Almas 2. Almsommer

Alma kurz nach der Belegung, sie wurde mit Carlos trächtig.

Jede 2 Stunde hatte ich mir einen Wecker gestellt, als ich in den Stall bin saß ASTER hinter Alma. Einfach verschlafen aber sie hat es auch alleine geschafft.

Das erste Melken war besonders, Alma ist extrem empfindlich. Der Gurt schützt mich falls sie tritt, den hat sie nur derweil ich melke. Wenn es so weitergeht sind wir den bald los. Braves Mädl. Nach 2 Jahren und 11,5 Monaten wurde Alma zur Milchkuh.

20/08/2026

Eine Kuh ist keine Maschine.

Die Dürre fehlt nicht nur heuer beim Futter – sie verändert Entscheidungen für die nächsten Jahre. Bei uns dauert es fast drei Jahre, bis eine Kalbin Milch gibt. Geht eine Kuh, fehlt nächstes Jahr auch ihr Kalb.

Darum braucht es jetzt ein klares Bekenntnis zur österreichischen Landwirtschaft – nicht nur einen Kredit. Einen Kredit muss man zurückzahlen.

Wer sparen muss, soll sparen dürfen.
Aber wer die Wahl hat, kann mit seinem Einkauf mitentscheiden, welche Landwirtschaft diese schwierigen Jahre übersteht.

Was wir brauchen, ist Wertschätzung, die beim Einkauf beginnt. Denn jede Tür, die zugeht, geht nicht einfach wieder auf.

18/08/2026

Mitten zwischen den Steinen und auf dem Weg zum Jungvieh.

Andere nennen das Arbeit.
Ich nenne es &

Hej ich bin Leni, Mama, Bergbäuerin & Lebensmitteltechnologin.

16/08/2026

Manches erledigt sich von selber. ❤️

Wenn zwei unterschiedliche Ansichten von Kuhhaltung aufeinandertreffen, ist es nicht immer einfach. Und wenn die Termine nur wir Jungen im Handy haben, passiert’s eben auch mal anders als geplant.

Klara hat nachts im Weidestall gekalbt. Als ich vormittags kam, lag Lisi satt und zufrieden bei ihrer Mama, nur ein bisschen dreckig.

Abends gab Klara keine Milch. Eigentlich wollte ich mir die zusätzliche Arbeit dieses Mal nicht antun. Aber Klara wollte ihr Kalb. Und solange Lisi nicht satt ist, gibt’s auch für uns keine Milch.

Also machen wir’s so. Und schauen mal wie es dieses Mal wird

13/08/2026

Eigentlich ist es Arbeit. Nach den eigenen Tieren auf der Alm zu schauen, gehört im Sommer einfach dazu.

Aber ganz ehrlich. Diese paar Stunden haben mir richtig gutgetan. Abseits vom Trubel der Hochsaison, weg vom Alltag und einfach oben bei meinen Tieren.

Arbeit, die sich für ein paar Stunden fast wie Me-Time anfühlt. Und vielleicht ist genau das gerade das, was ich gebraucht hab. Und nicht zu vergessen der Kuchen auf dem netten Bankl an der Alm

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