24/09/2026
Das glutenarme Brot ist ready. 🌾🥖
Und ganz ehrlich: Dafür, dass ich eigentlich Bauer bin, ist es gar nicht mal so schlecht geworden. 😄
Aber vielleicht ist genau das der Punkt.
In der landwirtschaftlichen Ausbildung lernst du nicht einfach, wie man eine Kuh füttert, ein Feld bestellt oder Gras mäht.
Du lernst zu beobachten.
Du lernst, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
Wann wird gemäht? Wann wird gedüngt? Wann muss das Futter umgestellt werden? Wann kalbt die Kuh? Wann wird sie trocken gestellt? Was macht der Regen? Was macht die Hitze? Was passiert bei Frost? Und was mache ich, wenn plötzlich alles anders kommt als geplant?
Du arbeitest mit Tieren, Pflanzen, Boden, Wetter und Zeit. Mit lebendigen Systemen, die sich nicht einfach an deinen schönen Plan halten.
Und genau dadurch lernst du etwas, das weit über Landwirtschaft hinausgeht:
Beobachten. Verstehen. Entscheiden. Anpassen.
Du entwickelst ein Gefühl dafür, wann etwas stimmt und wann eben noch nicht.
Und du lernst zu akzeptieren, dass nicht immer alles funktioniert. Dass Fehler dazugehören. Dass man manchmal nicht gegen etwas arbeiten muss, sondern verstehen sollte, was gerade passiert und wie man die Dinge wieder miteinander in Einklang bringt.
Vielleicht hilft mir genau das heute beim Brotbacken, beim Entwickeln neuer Produkte, beim Laden und bei hundert anderen Dingen.
Nicht weil ich alles gelernt habe.
Sondern weil ich gelernt habe, hinzuschauen und Lösungen zu finden.
Darum:
Ein Hoch auf die Landwirtschaft. 🌱
Ein Hoch auf unsere Bäuerinnen und Bauern. 🚜
Und ein Hoch auf eine Ausbildung, die einem fürs ganze Leben etwas mitgibt.
Für mich eine der besten Grundausbildungen, die man machen kann.
Und jetzt zurück zum Brot.
Das wartet nämlich auch nicht, bis ich fertig philosophiert habe. 😄🥖