26/07/2026
Die Bauernfamilien stehen vor grossen Herausforderungen. Das Gras ist in vielen Teilen der Schweiz verdorrt, der Mais wächst nicht mehr. Viele Bauern verfüttern bereits die schon knappen Winterreserven an Heu.
Die Ernte an Kartoffeln und Lagergemüse wird zu gering ausfallen. Vielerorts haben Hagelzüge die Ernte vernichtet.
Zudem sind im Mittelland viele Kühe krank, haben hohes Fieber und Durchfall. Die Milchmenge sinkt schweizweit. Auch unsere Kühe leiden, pro Tag geben die Kühe weniger Milch. Täglich rund 150.- an Milchgeldeinbusse.
Wir können bewässern, und bewässern seit Mitte Mai fast pausenlos. Doch diese Arbeit zerrt, einerseits an der körperlichen Ausdauer und am Portemonnaie. Pro 24 Stunden fallen Stromkosten der Pumpe von 150.- an.
Weiter hatten wir grosse Probleme mit der Bekämpfung der adulten Kartoffelkäfer. Die Kartoffelkäfer fressen die Blätter, die Pflanze stirbt frühzeitig ab. Die Folge ist ein Minderertrag in der Höhe von 40’000.- an Kartoffelernte. Was ich auf meinem Biohof in diesem Sommer erlebe, ist noch nie dagewesen. Trotz allem, wir machen weiter und freuen uns an den schönen Dingen dieses Berufes. Und diese Einstellung haben alle Bauernfamilien, auch unsere französischen Berufskollegen, welche trotz den Arbeiten auf dem Hof der Feuerwehr zur Hilfe eilen bei den Waldbränden.