28/11/2024
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Die Kuh zum Bären gemacht
Sensation! Ein Bär am Pfaffnauer Waldrand. Was auf dem Facebook für Aufregung sorgte, war in Tat und Wahrheit ein sich am Schnee erfreuendes Rindvieh.
Ob der Verfasser des Posts wohl allen einen Bären aufbinden wollte? Auf jeden Falls sorgte er mit seinem auf der Facebook-Seite Pfaffnau veröffentlichten Video letztlich für mächtig Kommenatare. Der Grund: Ein schwarzes «Ding», welches sich am Pfaffnauer Waldrand durch die tiefverschneite Wiese pflügt. Und all dies unterlegt mit den Worten: Sensation. Bär in Pfaffnau gesichtet. Sogar beigezogene Naturschützer hätten die grossen Spuren den Tatzen von Meister Petz zugeordnet. Worte, welche die Tannbachhof-Bäuerin Regina Peter erst zum Lachen und anschliessend in die Tasten hauen liess. Dieser Bär könne gekrauelt und sogar gekämmt werden und bereite Wissenschaftlern aufgrund des breiten Mauls und der Hörner enorm viele Kopfzerbrechen, schrieb sie in die Kommentarspalte und hielt weiter fest: Vermutlich handle es sich bei ihrem zweijährigen Schottischen Hochlandrind Zaska nicht um eine rassenreine Bärin».
Übrigens: Auch die kantonale DienststelleLandwirtschaft und Wald wurde auf den Facebook-Eintrag aufmerksam gemacht. «Für uns war von Beginn an klar, dass es sich beim Bär zu 99 Prozent um eine Facebook-Ente handelt», sagt Christian Hüsler, Wildhüter und Fachbereichsleiter Jagd, auf Anfrage. Zwar müsse sich ein Bär aufgrund des raschen Kälteeinbruchs noch nicht im Winterschlaf befinden. «Doch wenn ein solches Tier in der Umgebung wäre, hätten wir ziemlich sicher bereits zuvor davon erfahren.» Diesbezüglich haben die grossen Raubtiere mit einer friedlich grasenden Kuh nähmlich eines gemeinsam: Sie bleiben über kurz oder lang nicht unentdeckt und können für den einen oder anderen Jux im World-Wide-Web dienen.