Permakultur Schwarzenbach

Auf dem Hof meiner Grosseltern pflegen wir einen grossen Bereich des Umschwungs nach Permakultur Prinzipien, naturnah, biologisch und Insektenfreundlich, mit hoher Biodiversität in Mischkultur mit Nutzpflanzen.

Drückende Hitze über dem Berner Oberland, und mitten drin ein Fleck, der einfach grün bleibt.Das ist kein Zufall, sonder...
22/08/2026

Drückende Hitze über dem Berner Oberland, und mitten drin ein Fleck, der einfach grün bleibt.

Das ist kein Zufall, sondern Permakultur in Aktion. Dichte Bepflanzung wirft Schatten auf den Boden, Mulch hält die Feuchtigkeit dort, wo sie hingehört, und kaum eine Stelle bleibt kahl. Wo Boden bedeckt ist, verdunstet weniger Wasser, und die Pflanzen helfen sich gegenseitig durch die heissen Tage.

Die Nachtkerze auf dem Bild blüht mitten in der Hitzewelle in voller Pracht, ein kleines Zeichen dafür, dass das System funktioniert.
So sieht Klimaanpassung im Kleinen aus: nicht mit mehr Technik, sondern mit mehr Vielfalt.

Hof Schwarzenbach

…
23/07/2026

Die Dürre führt zu Futterknappheit, was Bauern zu vermehrten Schlachtungen zwingt. Ein Teufelskreis droht.

🙏👏🤩
21/07/2026

🙏👏🤩

🌾 Wir waren in der Zeitung!

Der Frutigländer hat unserem Sauerteig-Kurs «Sauerteigbrot & Backofen-Magie» einen ganzen Artikel gewidmet – und trifft den Kern genau: Sauerteigbrot ist mehr als ein Trend. Es ist eine kleine Rebellion gegen die Schnelllebigkeit, ein Stück Handwerk, das Geduld und Hingabe verlangt, statt Abkürzungen.

Im Artikel geht’s um die 5000-jährige Geschichte des Sauerteigs, warum die Zeit beim Backen die eigentliche Zutat ist – und um unseren Kurs auf dem Hof Schwarzenbach, wo wir genau das vermitteln: keine Angst vor dem Anstellgut, sondern Verständnis für die Prozesse dahinter.

Wer selbst reinschnuppern möchte: Kursprogramm unter www.permazwerg.ch 🍞

📰 Quelle: Frutigländer, 21.07.2026, «Zurück zur Urform – Backen ohne Hefe», Rahel Roesti

Neun Höfe, ein ehrlicher Vergleich – und ein Ergebnis, das aufhorchen lässt.Ein Forschungsteam um Julius Reiff hat genau...
28/06/2026

Neun Höfe, ein ehrlicher Vergleich – und ein Ergebnis, das aufhorchen lässt.

Ein Forschungsteam um Julius Reiff hat genau hingeschaut: Auf neun Permakultur-Betrieben in Deutschland und Luxemburg stellten die Forschenden die Permakultur-Flächen jeweils einem benachbarten, konventionell bewirtschafteten Vergleichsfeld gegenüber. Untersucht wurde, was im Alltag gern übersehen wird – das Leben im Boden und über dem Boden. Und die Zahlen sprechen eine erstaunlich klare Sprache.

Fangen wir unten an, beim Boden. Die Permakultur-Flächen speicherten im Schnitt 37 Prozent mehr Kohlenstoff als der Acker nebenan: 87 statt 62 Tonnen pro Hektar. Das ist fast so viel wie unter einer alten Wiese – nur dass hier weiterhin Gemüse, Obst und Nüsse wachsen. Humusreicher Boden bindet nicht nur CO2, er hält auch Wasser. Rechnerisch liegen pro Hektar rund 80 Tonnen Wasser mehr im Boden – ein stiller Vorrat für trockene Sommer.

Wo Humus ist, ist Leben. Die Regenwurm-Population war drei- bis viermal so gross, die mikrobielle Biomasse um 42 Prozent höher. Man darf sich das ganz wörtlich vorstellen: unzählige kleine Helfer, die lockern, umsetzen und düngen, ohne je eine Rechnung zu schicken. Entsprechend war der Boden weniger verdichtet und reicher an Nährstoffen – und das ganz ohne synthetischen Dünger, denn alle Betriebe wirtschaften nach Bio-Richtlinien.

Über dem Boden setzt sich die Vielfalt fort: dreimal so viele Pflanzenarten wie auf konventionellen und ökologischen Vergleichsflächen, dazu rund 80 Prozent mehr Vogelarten. Diese Vielfalt ist kein hübsches Beiwerk, sondern Statik – sie macht das ganze System widerstandsfähiger.

Bleibt die grosse Frage, an der sich die Geister scheiden: der Ertrag. Und hier kommt die eigentliche Überraschung. Die Permakultur-Betriebe lieferten im Schnitt vergleichbare Erträge wie die deutsche Landwirtschaft insgesamt – und die Daten deuteten an, dass sie den Durchschnitt des Ökolandbaus um bis zu 44 Prozent übertreffen könnten. Nachhaltig und produktiv schliessen sich also nicht aus. Ganze 79 verschiedene Kulturpflanzen fanden die Forschenden auf den Flächen – ein Reichtum, der auch wirtschaftlich Sicherheit gibt, wenn eine Kultur einmal schwächelt.

Natürlich bleiben Fragen offen: Wie hält sich das über Jahrzehnte und im grossen Massstab? Die meisten dieser Betriebe sind noch keine zehn Jahre alt. Aber die Richtung ist bemerkenswert deutlich. Eine Landwirtschaft, die dem Vorbild der Natur folgt, kann zugleich Böden aufbauen, Vielfalt beherbergen und satt machen.

Vieles, was wir mühsam suchen, steht längst im grossen Lehrbuch draussen geschrieben. Manchmal braucht es nur jemanden, der geduldig nachmisst.

Ein Forschungsteam um Julius Reiff hat neun landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und in Luxemburg unter die Lupe genommen. Auf den Permakultur-Flächen dieser Betriebe und auf jeweils einem Vergleichsfeld haben die Forschenden verschiedene Indik...

27/06/2026

Siebenschläfertag.
Heute, sagt die alte Regel, gibt der Himmel den Ton für die nächsten sieben Wochen an. Er hat entschieden — Hitze — und der Sommer scheint brav zu gehorchen. Die Sonne legt sich übers Berner Oberland, als wollte sie gleich den ganzen Sommer hierbleiben.
Ein Augenzwinkern am Rand: Der Siebenschläfer ist eigentlich ein Kalenderflüchtling. Erfunden wurde die Regel noch nach dem alten julianischen Kalender — der «echte» Termin läge heute eher Anfang Juli. Und doch steckt ein wahrer Kern drin: Um diese Zeit stellt sich übers Alpenvorland oft jene Grosswetterlage ein, die dann eine Weile bleibt. Die Bauern haben es gespürt, lange bevor Wetterkarten es erklären konnten.
Also: Wasser zu den Wurzeln, Schatten für die Bienen — und ein leises Danke an alle, die den Himmel lesen konnten, bevor man ihn vermessen hat.

❤️
15/06/2026

❤️

Wer auf dem Biohof Fondli in Dietikon Gemüse will, muss mitanpacken. Hier bewirtschaften 600 Mitglieder gemeinsam 20 Hektaren Land und tragen zusammen, was Boden und Wetter hergeben.

Am Hof Schwarzenbach steht der Frühling im Saft. Apfelblüten, Quittenblüten, alles voller Insekten. Schaut man aber gena...
20/05/2026

Am Hof Schwarzenbach steht der Frühling im Saft. Apfelblüten, Quittenblüten, alles voller Insekten. Schaut man aber genauer hin, fällt etwas auf: Es summt anders als früher. Weniger. Wer Bienen hält, weiss das. Wer einen Garten beobachtet, weiss das auch.

Die Zahlen passen zum Eindruck. Von rund 600 Wildbienenarten in der Schweiz gilt heute fast die Hälfte als bedroht. 59 Arten sind bereits ausgestorben. Die Insektenbiomasse insgesamt ist in dreissig Jahren um mehr als drei Viertel zurückgegangen.

Drei Viertel. Innerhalb einer Generation.

Am 19. Mai, am Vorabend des Weltbienentags, haben die Imkerverbände der drei Sprachregionen, die Naturfreunde Schweiz und die Stiftung Future 3 die Bieneninitiative lanciert. Sie will den Schutz der Bestäubung in der Bundesverfassung verankern: mehr Blühflächen, besser vernetzte Lebensräume, weniger Lichtverschmutzung und ein konsequenteres Vorgehen gegen invasive Arten.

Warum es alle betrifft: 84 Prozent der Kulturpflanzen in Europa hängen an Bestäubern. Jeder dritte Bissen Essen kommt durch ihre Arbeit zustande. Allein für die Schweizer Landwirtschaft wird der Wert auf 479 Millionen Franken pro Jahr geschätzt – und das ist nur, was sich rechnen lässt. Der Apfel, der ohne Biene nicht wächst, hängt nicht an einer Zahl.

Was hilft: Die Initiative weitertragen. In der Familie davon erzählen, mit Nachbarn, im Verein. Wenn die Unterschriftenbögen kommen: unterschreiben und sammeln. Im eigenen Garten oder auf dem Balkon Platz lassen für Wildes – eine Ecke ohne Mäher, ein Topf mit Wiesenkräutern, ein paar Steine als Sonnenplatz.

Mehr Infos und mitmachen:
https://www.bienen-initiative.ch

Heute auf dem Spaziergang entdeckt – ein Getreidefeld, das zum Nachdenken einlädt. Ein Milchbauer wagt mehr Vielfalt. Wi...
20/05/2026

Heute auf dem Spaziergang entdeckt – ein Getreidefeld, das zum Nachdenken einlädt. Ein Milchbauer wagt mehr Vielfalt. Wintergerste statt Mais-Monokultur. Klein, aber fein. Was meint ihr – sehen wir das öfter in unserer Region?

Nicht verzagen, Sa🐝 fragen…
02/05/2026

Nicht verzagen, Sa🐝 fragen…

Adresse

Schwarzenbach 1591a
Spiez
3700

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Permakultur Schwarzenbach erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie