05/08/2026
Gut ist, dass es so viele Reaktionen auf unseren „Wir warten dringend auf Regen“ Beitrag gab – darunter auch Kritische, die sich vor allem auf unsere Tierhaltung bezogen. Ja, auch wir müssen nachdenken. Der Hof ist nicht klimaneutral. Wir verbrauchen ca. 30.000 Liter Diesel pro Jahr, benötigen Maschinen und Produktionsmittel, die hergestellt und transportiert werden und wir halten Tiere, vor allem Rinder. Letztere stehen oft in der Kritik aufgrund des unvermeidlichen Methan-Ausstoßes beim Verdauen. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch andere Sichtweisen:
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Die-Kuh-als-Klimakiller,klimakiller102.html
https://www.demeter.de/journal/58/kuh-klima-artenschutz
Die Fütterung der Tiere verbraucht Ressourcen – ganz klar. Darum halten wir nur wenige Schweine und Hühner und auf keinen Fall mehr, als der Hof aus eigener Ernte ernähren kann. Unsere Rinder erhalten fast ausschließlich Gras. Auch das kommt aus eigener Ernte. Gemüse und andere Ackerfrüchte brauchen Dünger. Die kommen aus der Tierhaltung. Wir arbeiten bestmöglichst im Kreislaufsystem, setzen keine klimaschädlichen Kunstdünger ein und versuchen auch sonst möglichst klimaschonend zu arbeiten. Es ist sicher noch nicht genug.
Der Klimawandel ist ein Riesenproblem. Das haben wir versucht deutlich zu machen. Wir müssen diskutieren und es ist gut, dass wir das tun. Doch was ist die Lösung? Zurück zu Pferd und Handarbeit?
Unser aller Konsum ist viel zu hoch. Unser ganzer materieller Wohlstand verbraucht zu viel Energie, es werden unglaubliche Mengen an Lebensmitteln verschwendet, wir essen zu viel Fleisch, leben in zu großen Häusern, fliegen zu oft in den Urlaub usw.
Das alles ist problematisch für das Klima. Wir wissen das und tun uns doch schwer, unser Verhalten zu ändern. Fangen wir an…