15/06/2026
Unser Hütt'n Gaudi Ü-Weißwurstknödel wurde in der „allgemeinen fleischer zeitung” vorgestellt und bei der Qualitätsprüfung beim Fleischerverband Rheinland-Rheinhessen mit dem Sonderpreis „Das besondere Produkt" ausgezeichnet.
Ein großes Danke an die afz.de für die schönen Einblicke in unsere Arbeit.
Die Idee zum Weißwurst-Knödel ist im Skiurlaub auf der Hütte entstanden. Ein Germknödel hatte Nico auf die Idee gebracht und die Überzeugung, dass sowas doch auch mit Fleisch gehen müsse. Ein Jahr ist ihm die Idee im Kopf herumgeschwirrt, dann hat er's einfach ausprobiert. Der Testlauf war gar nicht zufriedenstellend, aber Aufgeben war keine Option.
Die größte Herausforderung war die Füllung. Bei einem Germknödel kommt die Füllung vor dem Garen in den Teig, aber bei einem Weißwurstknödel ist das eine ganz andere Hausnummer. Die Konsistenz des Bräts lässt das nicht zu.
Aber wie kriegen wir die Weißwurst überhaupt rund? Mit einer Muffinform hatte es nicht funktioniert. Die Lösung war ein lebensmittelechter Luftballon, ungefähr so groß wie ne Schweineblase. Darin wurden dann etwa 500g Weißwurstbrät eingefüllt, alles zusammengebunden und für eine Viertelstunde in den Kessel zum Abbrühen gegeben. So wird der Rand fest, das Brät in der Mitte bleibt aber roh. Nach 15 Minuten wurde der Knödel herausgeholt, abgekühlt und der Ballon entfernt. Dann ein Loch hineingeschnitten, das flüssige Brät mit dem Löffel herausgeholt, die süße Senffüllung eingefüllt und das Loch sorgfältig wieder verschlossen. Anschließend in Frischhaltefolie gewickelt und im Kombidämpfer fertig gebrüht. Nach dem Kombidämpfer kühlen die Knödel ab, werden leicht angefroren damit sie wirklich fest bleiben, und dann vakuumiert.
Jeder einzelne Knödel ist ein Beweis für echte Handwerksarbeit.
Zuhause einfach die vakuumierte Tüte 30 bis 40 Minuten in warmes Wasser legen und anschließend genießen. Noch ein besonderer Verzehrtipp: Den Knödel im Backofen erhitzen, dann bekommt er eine schöne Kruste.
Den Knödel gibt es aber leider nicht das ganze Jahr, sondern immer dann, wenn es zur Saison passt. Also z.B. im Oktober.
Für Nico ist das Entwickeln solcher neuer Produkte keine Arbeit, sondern Entspannung. Es macht ihm einfach Spaß, wenn das Produkt so wird wie er es sich vorgestellt hat und es den Kund:innen schmeckt.
Die Liebe zu seinem Handwerk und der handwerkliche Aspekt stehen bei ihm immer im Vordergrund und das schmeckt man auch.
Es ist Nico auch wichtig, das ganze Tier zu verarbeiten und so wenig wie möglich wegzuwerfen.
Die nächste Idee für die Qualitätsprüfung hat Nico schon. Was es wird, bleibt noch ein Geheimnis. Seid gespannt.
Fleischermeister Nico Dobroschke entwickelte statt einer Weißwurst einen Knödel mit dem gewissen Extra im Inneren und wurde sogar dafür ausgezeichnet. Mit Bildergalerie.