09/08/2026
Du legst dich um 22 Uhr hin. Müde genug, um sofort einzuschlafen.
Und dann drehst du dich die ganze Nacht hin und her. 1, vielleicht 3 Stunden Schlaf – und selbst die nicht wirklich tief. Um 6 Uhr stehst du auf, als wäre nichts gewesen. Kaffee, Meeting, Ruhepol im Raum. Niemand sieht, dass dein Körper die halbe Nacht im Alarmmodus war.
Das Fatale: Kaum jemand macht sich klar, was das auf Dauer bedeutet. Nicht nur Müdigkeit. Das Herz-Kreislauf-System leidet, die Regeneration fehlt komplett, und psychisch trägt man über Monate eine Anspannung mit sich rum, die man selbst irgendwann für normal hält.
Ich kenne das aus erster Hand – 15 Jahre lang. Nach einem Einsatz im Irak konnte mein Kopf nachts nicht mehr aufhören, den Raum zu scannen. Freund oder Feind, Rücken zur Wand. Liegen war unerträglich, ich bin nachts aufgestanden und stundenlang durchs Dorf gelaufen. Ich wusste die ganze Zeit, dass mich das kaputt macht, und war ständig auf der Suche nach einer Lösung. Tagsüber trotzdem: Fitnessstudio aufgebaut, 16 Jahre geführt, eine Firma mitgegründet. Funktioniert hab ich immer. Geholfen hat nichts.
2018 kam der Punkt, der alles verändert hat: Mein Nervensystem fand zum ersten Mal seit 15 Jahren tatsächlich die Bremse – der Teil, der für Erholung zuständig ist, statt für Alarm.
Wenn du dich in den ersten Zeilen wiedererkannt hast: Das reicht als Signal. Schreib mir, wir schauen uns das in einem Klarheitsgespräch an.
#Ü45