Biohof Buchenhof

Biohof Buchenhof Auf dem Buchenhof wird ökologische Landwirtschaft betrieben und gelebt Der Hof wurde 1965/66 von Josef Nellessen gegründet, damals mit ca 25 Kühen in Anbindung.

Nachdem feststand, dass dessen Sohn Johannes & Frau Regina den Hof fortführen würden viel die Entscheidung zum Bau eines modernen Liegenboxenlaufstalls und eine Vergrößerung des Bestandes. Der Stall wurde 1991 fertig gestellt. 2001 wurde der Betrieb mit dato 65 Kühen umstrukturiert und seither wird ökologische Landwirtschaft betrieben. Heute werden hier 72 Kühe und einige Nachzügler gehalten. Die

dritte Generation steht nach abgeschlossenem Studium Agrar in den Startlöchern und gestaltet die Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und naturnaher Tierhaltung mit. Was machen wir anders? alle Tiere haben mehr Platz, können sich in Stallungen frei bewegen und haben Liegemöglichkeiten in Form von einer Strohbucht oder weich eingebetteten Liegeboxen (konventionell Vollspaltenhaltung und Anbindung erlaubt)

Unsere Tiere bekommen neben selbst erzeugten Graskonserven (Heu, Silage) etwas Kraftfutter (natürlich ökologisch produziert) und zur Deckung des Mineralienbedarfs Natursalzbrocken und Seetang zur Verfügung gestellt. In der Vegetationsperiode natürlich falls machbar ausschließlich frisches Gras was sie sich selbst abrupfen. Mehr nicht!!!(konventionelle Hochleistungskuh oft noch Raps, Soja, Mais und mehr was in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung steht)

Der Kälbchen-Nachwuchs wird mit Vollmilch gefüttert so wie es die Ökoverordnung vorschreibt. Doch wir gehen weiter: Sie bekommen nicht wie andernorts nur ein paar Liter sondern so viel wie sie wollen (ad libitum) und obendrein veredeln wir die Rohmilch der Mamas noch zu einem Probiotikum. Sie bekommen Trinkjoghurt !! So ist eine tolle Entwicklung der Sprösslinge so gut wie gesichert und fürs spätere Leben besser gerüstet! Da bei uns alle Tiere ca 7 Monate im freien auf der Weide verbringen ergeben sich einige Vorteile in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit: nur die Hälfte an Exkrementen die aufwendig mit Maschinen wieder verteilt werden müssen. Außerdem ist es nur notwendig für den Winter Futterkonserven zu produzieren, im Sommer gibts ja nur frisches saisonales Gras ! Diese Dinge ergeben eine große Ersparnis an Zeit und sonst nötigen fossilen Energieträgern!! Kurzrasenweide: so nennt sich das Weidesystem was betrieben wird. Dabei haben die Kühe eine seeehr große Fläche zur Verfügung die sie wie Rasenmäher immer kurz halten. Aufgrund der großräumigen Flächen verhalten die Tiere sehr ruhig und vorallem ziehen sie als Herdenverband gemeinsam von einer Ecke in die andere (naturnahes Verhalten). Auch wenn das Gras sehr kurz gehalten wird werden die Tiere satt ( Fläche ist ja groß !) und das junge kurze Gras als Nahrung verursacht deutlich weniger Methanemissionen im Zuge der Verdauung durch die Kuh ( gut fürs Klima oder? Wir arbeiten dran !)

7 Monate Vollweidehaltung bedeuten ca 210 Tage im Jahr sind die Tiere draußen und fressen Gras, das übersteigt weit die Anforderungen der EU-Öko Verordnung ! Unser Grünland hat durch die systematische Beweidung einen hohen Kleeanteil. Dieser dient als wichtiger Eiweißlieferant für die Kühe und bindet jede Menge Stickstoff aus der Luft mithilfe einer Symbiose mit Bakterien

Gülle: ein hitziges Thema. Fakt ist ohne geht es nicht, denn im Boxenlaufstall kommt eben entgegen der Natur Kot und Harn zusammen was zwangsläufig zu ungesunder Fäulnis und entsprechenden Ammoniak und Methanemissionen führt. Wir gehen da einen ganz speziellen Weg: durch regelmäßiges Hinzufügen von Pflanzenkohle und effektiven Mikroorganismen auf die Laufflächen der Tiere und den Güllelagerraum werden Emissionen stark verringert und die Gülle wird im bestenfalls zu einer Art flüssigem Sauerkraut. Das Ergebnis ist frische Luft im Stall, keine lästigen beißenden Fliegen mehr und eine für Boden (die wichtigen Regenwürmer müssen nicht mehr sterben) und Pflanze gesunde Gülle die fast nicht mehr riecht ! (Auch da arbeiten wir dran!)

Weil bei uns weitaus weniger Dünger auf die Flächen gelangt und das ganze Betriebssystem Öko läuft steigt die Artenvielfalt auf Dauergrünland und Hof: empfindliche Pflanzen finden wieder Platz und andernorts teils verschwundene Tiere wie zb die Rauchschwalben fühlen sich wohl. Bei der Kuhrasse setzen wir auf Fleckvieh. Dabei handelt es sich um eine Doppelnutzungsrasse die nicht nur Milch kann, sondern auch Fleisch! Sie ist also nicht einseitig in ein Extrem gezüchtet sondern universal einsetzbar. Durch eine bessere “Grundfutterverwertung” kann sie aus Gras mehr machen als die typische Hochleistungs-Holsteinkuh. Sprich sie weiß noch wie man Gras verdaut. Sie ist allgemein robuster ! Weiteres folgt

Adresse

Buchenhof 91
Dahlem
53949

Webseite

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