Alp-traumhund

Alp-traumhund Hundeverhaltensberatung, Mantrailing-Training, Ernährungsberatung

03/06/2026

Liebe Tierfreunde,

eine wichtige Information bezüglich der Eichenprozessionsspinner ❗

In der Nähe des Tierheimgeländes wurden bereits riesige "Nester" gesichtet.

🕵️Wo? Gladbeckerstraße; Nähe des Sportcampus Essen

Bitte meldet weitere Sichtungen der Stadt Essen (Infos könnt ihr einem älteren Bericht der Stadt Essen entnehmen. Die Nummer der Hotline ist aktuell)

https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1380649.de.html

❗Wichtig: Abstand halten. Leider werden die Gefahren die von den Krabblern ausgehen immer wieder unterschätzt ❗

02/06/2026

Die oft zitierte „Ein oder Fünf-Minuten-Regel“ ist aus orthopädischer und entwicklungsbiologischer Sicht überholt.

Diese beiden Zeitvorgaben ignorieren die tatsächlichen Bedürfnisse des wachsenden Bewegungsapparates und vor allem das Prinzip, nach dem Knochen, Knorpel und Muskulatur überhaupt auf Belastung reagieren.

In der Orthopädie gilt die Arndt-Schulz-Regel: Schwache Reize stimulieren, mittlere fördern, starke hemmen oder schädigen. Übertragen auf Welpen bedeutet das: Zu wenig Reiz führt zu einer Unterentwicklung von Muskulatur, Sehnen und Gelenkführung. Zu viel oder unkontrollierte Belastung überfordert Wachstumsfugen, stört die chondrale Reifung und erhöht das Risiko für Fehlbelastungen.

Entscheidend ist deshalb nicht die Dauer, sondern die Qualität der Belastung:
>gleichmässige, kontrollierte Bewegung
>wechselnde Untergründe
>kurze, koordinationsfördernde Reize
>ausreichend Pausen
>keine abrupten Stop-and-Go-Manöver
>kein hektisches Toben ohne Regeneration

Die Forschung bestätigt: Moderate, variierte Belastung verbessert Knochenwachstum, Knorpelreifung, Muskelentwicklung und neuromotorische Koordination. Unterforderung und Überforderung sind zwei Seiten derselben Medaille, beide behindern eine gesunde orthopädische Entwicklung.

Ein Welpe braucht Bewegung, um Muskeln aufbauen zu können. Er braucht dosierte Reize, verständliche Grenzen, wechselnde Inputs und eine Umgebung, die Entwicklung fördert statt bremst.

Bewegung ist Medizin. Aber wie jede Medizin wirkt sie nur in der richtigen Dosis.

Sogar Goethe hatte es schon erkannt und auch heute werden oft viel zu hohe Ansprüche an die Hunde gestellt... Wie, der i...
28/05/2026

Sogar Goethe hatte es schon erkannt und auch heute werden oft viel zu hohe Ansprüche an die Hunde gestellt...

Wie, der ist noch immer nicht stubenrein? ( Welpe 3 Monate)

Der lässt sich immer noch nicht anfassen? ( Tierschutzhund, vor 4 Wochen aus Rumänien eingereist)

Finde total klasse, wenn er auf meine Tasche aufpasst, wenn ich mal kurz im Restaurant auf die Toilette gehe, aber neulich hat er einen Kellner gebissen - DAS GEHT JA GAR NICHT! Ich brauche unbedingt einen Trainer, der ihm so ein Verhalten weg trainiert...

u.s.w. u.s.w.... 😥

14/05/2026

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, bitte helft! Jeder Euro zählt😢❤️❤️❤️

07/05/2026

Viele wünschen sich, der Hund würde innerlich funktionieren wie ein Mensch.

Als hätte er innen eine kleine Bühne, auf der er sich selbst sieht, zukünftige Situationen durchspielt, Folgen prüft und dann entscheidet, was er tut.

Aber der Hund braucht diese innere Bühne gar nicht.

Er arbeitet viel direkter mit dem Jetzt.

Beim Menschen können Dinge auf die innere Bühne treten, die gerade gar nicht vorhanden sind. Wir sehen einen fremden Hund und sofort tauchen frühere Begegnungen, mögliche Eskalationen, eigene Sorgen, gewünschte Ausgänge und geplante Eingriffe auf.

Wir handeln dann nicht mehr nur mit dem, was gerade da ist.

Wir handeln auch mit dem, was wir erwarten, befürchten oder vermeiden wollen.

Beim Hund liegt die Bühne viel stärker draußen.

Auf seiner Bühne stehen der Weg, der Geruch, der andere Hund, der Mensch, die Leine, der Abstand, der Blickwinkel, der Wind, die eigene Körperlage. Jede kleine Änderung liefert neue Reize. Der Zustand verschiebt sich. Erinnerungen öffnen sich. Gefühle, frühere Handlungen und deren Wirkung, Lösungen, Hemmung, Dringlichkeit und Verhaltensmöglichkeiten treten hinzu.

Der Hund interagiert direkt mit dieser realen Szene.

Und dann kommen wir Menschen.

Wir bringen unser Kopfkino mit.

Wir sehen nicht nur den Hund da vorne. Wir sehen schon, was passieren könnte. Wir sehen, wie es schiefgehen könnte. Wir sehen, was wir verhindern wollen. Unser Körper reagiert auf diese innere Bühne: Spannung, kürzere Leine, festerer Blick, andere Stimme, weniger Atmung, mehr Druck.

Für den Hund ist das keine Vorstellung.

Für ihn ist das Realität.

Er erlebt nicht: Mein Mensch denkt gerade an etwas, das gar nicht da ist.

Er erlebt: Mein Mensch verändert sich genau jetzt in dieser Szene.

So holen wir Nicht-Reales auf die Bühne des Hundes.

Unsere Sorge, unser Plan, unser inneres Bild werden für ihn zu echten Reizen. Sie verändern seinen Zustand. Sie öffnen Erinnerungen. Sie verschieben seine Verhaltensauswahl.

Der Hund braucht kein menschliches Kopfkino.

Er braucht einen Menschen, der merkt, wann sein eigenes Kopfkino gerade in die reale Szene des Hundes hineinläuft.

Denn der Hund arbeitet mit dem, was da ist.

Und wenn wir unsere Vorstellung körperlich werden lassen, dann ist sie für ihn da.

Aber das ist ja nichts Neues.
Das weiss ja jeder ...

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Das hier ist kein Glaubenssystem, sondern nur Biologie – und Biologie funktioniert unabhängig davon, welchem Lager man sich zuordnet

Der Hund ist ein zustandsabhängig bewertendes Priorisierungssystem mit erinnerungsbasierter, mehrstufiger Regulation.

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Guten Morgen, ich heiße Kimo und der ein, oder andere kennt mich ja vielleicht schon, von meinen kleinen "Abenteuern" mi...
02/05/2026

Guten Morgen, ich heiße Kimo und der ein, oder andere kennt mich ja vielleicht schon, von meinen kleinen "Abenteuern" mit Petra Marx .
Heute habe ich allerdings was sehr trauriges zu erzählen:
Das private Tierheim Arca Jaén, in dem ich aufwuchs und 2,5 Jahre liebevoll versorgt wurde, bevor ich von meiner tollen Menschenfamilie adoptiert wurde, wurde am Mittwoch, in der Nacht, von einer Katastrophe getroffen. Starker Regen ließ den Bach über die Ufer treten - innerhalb kürzester Zeit stand die gesamte Anlage unter Wasser. 😱
Dank der Nachbarn konnten zwar zum Glück alle Hunde gerettet werden, aber die Schäden sind immens: zerstörte Tore, Mauern, alles voller Schlamm, sogar das Futter wurde weggespült 😢 Die Hunde können nun erstmal nicht in die Außenbereiche und müssen in den Zwingern bleiben 😥

Dabei, ist die Lage eh schon schwierig genug...

Die Transporte sind aufwendiger geworden, neue Regelungen bringen mehr Kosten und Hürden. Für ein kleines Tierheim ohne staatliche Hilfe ist das kaum zu stemmen.

Zum Glück gibt es Unterstützung durch Viva-Animal e.V.

Vielleicht mag der ein , oder andere, ja ein paar € spenden. Jeder noch so kleine Beitrag hilft🙏

Viva-Animal e.V.
Sparkasse Schwarzwald-Baar
IBAN DE18 6945 0065 0151 0501 28
BICSOLADES1VSS
Stichwort:"Katastrophe Arca Jaén"

28/04/2026

Der Welpe ist kein Baby

Im Internet habe ich gerade wieder eine Alterstabelle für Hunde gesehen, die im Grunde immer noch mit dem alten Faktor 7 arbeitet.

Ein Hundejahr gleich sieben Menschenjahre.

Diese Rechnung stimmt so schon lange nicht mehr. Für erwachsene Hunde war sie schon immer grob. Für Welpen ist sie komplett irreführend.

Ein Hund entwickelt sich nicht linear.

Er wächst am Anfang extrem schnell und später deutlich langsamer. Das ist logisch. Ein Hund hat nicht wie ein Mensch viele Jahre Zeit, langsam in die Welt hineinzuwachsen. Er muss sehr früh körperlich, emotional und sozial funktionsfähig werden.

Dieser Mist ist so ärgerlich.

Deshalb wird seit einigen Jahren eine andere Berechnung diskutiert. Sie stammt aus einer Studie mit Labradoren (1) und beruht nicht auf einfacher Multiplikation, sondern auf epigenetischen Altersmarkern.

Die Formel lautet:

Menschenalter = 16 × ln(Hundealter in Jahren) + 31

Daraus ergibt sich ungefähr:

• 8 Wochen → ca. 1 Menschenjahr
• 12 Wochen → ca. 7,5 Menschenjahre
• 16 Wochen → ca. 12 Menschenjahre
• 6 Monate → ca. 20 Menschenjahre
• 1 Jahr → ca. 31 Menschenjahre
• 2 Jahre → ca. 42 Menschenjahre
• 5 Jahre → ca. 57 Menschenjahre
• 10 Jahre → ca. 68 Menschenjahre

Natürlich ist das keine exakte Übersetzung für jeden Hund. Rasse, Größe, Linie, Aufzucht und individuelle Entwicklung spielen eine Rolle. Die Studie wurde an Labradoren durchgeführt.

Aber die Richtung stimmt.

Ein Hund mit 12 oder 13 Wochen ist kein menschliches Baby mehr.

Und genau da wird es praktisch.

In einem passenden sozialen Umfeld übernimmt ein Welpe in diesem Alter erste ernsthafte Aufgaben. Nicht als fertiger Erwachsener. Aber er läuft mit. Er liest mit. Er orientiert sich. Er beteiligt sich an sozialer Regulation. Er lernt, wann man vorgeht, wann man zurücknimmt, wann man sich anschließt, wann man Abstand hält und wie man mit Erregung umgeht.

Wenn kein Rudel da ist, dann ist diese soziale Gruppe eben die Menschenfamilie.

Und genau da beginnt das Problem.

Wir behandeln einen Welpen mit 12 Wochen häufig noch wie ein kleines Baby, obwohl er biologisch und sozial längst in einer anderen Phase steht.

Das beste Abgabealter liegt in der Regel zwischen der achten und zehnten Woche. Je früher in diesem Fenster, desto besser, wenn der Welpe entsprechend entwickelt ist. Die Mutter hat die Welpen dann längst in die Gruppe übergeben. Vielleicht kümmert sie sich noch intensiver um eine Hündin, die später einmal ihre Nachfolgerin werden könnte. Der Rest wächst aber nicht mehr an der Mutterbrust auf, sondern in der sozialen Gruppe.

Und wenn diese soziale Gruppe fehlt, dann erziehen sich die Welpen eben gegenseitig. Mit Hauen und Kloppen. Mit Ausprobieren. Mit roher Kraft. Mit kleinen Konflikten. Auf einem Niveau von Hundesteinzeit. Sie finden dann untereinander heraus, wie man vielleicht irgendwann einmal so etwas wie Kultur entwickelt.

Genau deshalb ist dieser Zeitpunkt so wichtig.

Der Folgetrieb des Welpen ist um die achte Woche auf seinem Höhepunkt. Mit zwölf Wochen nimmt er bereits deutlich ab. Wenn man ihn in dieser Phase nutzt und aktiviert, kann man mit einem Welpen frei durch die Umwelt schlendern. Ohne Programm. Ohne Dauertraining. Der Welpe folgt, liest mit, bleibt angeschlossen und lernt dabei, wie Welt funktioniert.

Dann kommt die dreizehnte Woche.

Da passiert bei Hunden etwas Grundsätzliches. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Welpe, das anzuwenden, was er bis dahin gelernt hat. Er geht also nicht mehr nur offen in die Welt hinein, sondern handelt zunehmend aus dem heraus, was er bereits für gültig hält. Er meint zu wissen, wie die Welt funktioniert, welche Aufgaben er darin hat, welche Reize wichtig sind, welche Antworten passen und wie man sich in einer Gruppe bewegt.

Wenn du einen Welpen erst in diesem Alter bekommst, bekommst du nicht einfach ein neutrales kleines Wesen.

Du bekommst die Weltanschauung einer fremden Familie.

Und diese Weltanschauung passt in deiner Familie häufig nicht.

Dann kommt der Welpe in ein neues Haus, neue Regeln, neue Menschen, neue Abläufe, neue Grenzen, neue Erwartungen. Und genau in diesem Moment sagen Menschen: Jetzt lassen wir ihn erst mal ankommen.

Also fällt er ins Bodenlose.

Keine alte soziale Ordnung mehr. Keine neue soziale Ordnung. Keine klare Resonanz. Keine laufende Rückmeldung. Kein Anschluss an das, was er gerade dringend bräuchte.

Deshalb ist die alte Altersvorstellung nicht harmlos.

Wenn ich denke, ein Welpe sei mit 12 Wochen noch ein Baby, dann behandle ich ihn auch so. Ich nehme ihm Verantwortung ab. Ich halte ihn klein. Ich gebe ihm keine klare soziale Aufgabe. Ich warte auf ein Alter, das biologisch längst überschritten ist.

Und später wundere ich mich, warum der Hund mit zwei oder drei Jahren erst langsam die Stabilität entwickelt, die viel früher hätte wachsen können.

Nicht, weil ein Welpe mit 12 Wochen fertig wäre.

Sondern weil er in diesem Alter bereits ernsthaft lernen muss, wie seine Welt funktioniert.

Nicht Dressur.
Nicht Watte.
Welt mit Antwort.

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Quellen:

(1) Wang et al. 2020, Quantitative Translation of Dog-to-Human Aging by Conserved Remodeling of the DNA Methylome, Cell Systems. DOI: 10.1016/j.cels.2020.06.006.

(2) Jokinen, O., Appleby, D., Sandbacka-Saxén, S., Appleby, T. & Valros, A. (2017): Homing age influences the prevalence of aggressive and avoidance-related behaviour in adult dogs. Applied Animal Behaviour Science, 195, 87–92.

Eine finnische Fragebogenstudie mit 3.689 Hunden fand einen Zusammenhang zwischen späterem Abgabealter und späterem Meide- beziehungsweise Aggressionsverhalten. Besonders Welpen, die nach der achten Woche abgegeben wurden, zeigten häufiger solche Auffälligkeiten. Die Autoren kamen deshalb für häuslich aufgezogene Welpen zu dem Schluss, dass die Abgabe nicht später als mit acht Wochen erfolgen sollte.

(3) Appleby, Bradshaw & Casey (2002): Relationship between aggressive and avoidance behaviour by dogs and their experience in the first six months of life

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Das hier ist kein Glaubenssystem, sondern nur Biologie – und Biologie funktioniert unabhängig davon, welchem Lager man sich zuordnet

Der Hund ist ein zustandsabhängig bewertendes Priorisierungssystem mit erinnerungsbasierter, mehrstufiger Regulation.

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Kennt ihr das? 😅😂🥰
18/04/2026

Kennt ihr das? 😅😂🥰

Ich bin ja wirklich ein Fan von BARF, aber es ist keine Religion 😉 Es darf ruhig auch mal einen fleischlosen Tag geben u...
03/04/2026

Ich bin ja wirklich ein Fan von BARF, aber es ist keine Religion 😉 Es darf ruhig auch mal einen fleischlosen Tag geben und selbst gekochtes kann auch ganz lecker sein und da bietet sich der Karfreitag doch an - dachte ich mir 😁
Also, gab's heute nach der Gassi-Runde als 2. Frühstück, Reis, in etwas Entenschmalz angebraten, Brokkoli, Rote Beete, ein Ei, 1 TL Algenöl und als Topping, etwas Joghurt.
Kimo hat's geschmeckt ☺️😋😋😋😋
Kocht ihr auch für eure Hunde? Probiert's einfach mal aus! Macht Spaß, dem Hund schmeckt's und ist kein Hexenwerk 😉

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