Walter & Benjamin

Walter & Benjamin www.walterundbenjamin.de - ungewöhnliche Weine - charaktervoll, lebendig, unmaskiert. Pur. Pur Genuss. Wein, wirklicher Wein, handmade w**e. Good Vibrations!

Vielfalt und Qualität, Unverwechselbarkeit und Geschmacksintensität. Natürlich, authentisch, aromatisch intensiv, frisch und lebendig. Riechen Sie wilde Kräuter, herbe Waldpilze, reife Früchte vom Baum, schiefrigen Boden. Und schmecken Sie den Unterschied! Einmal gerochen, einmal geschmeckt - für immer verloren an den guten Geschmack und dieses Gefühl, auch nach einer Flasche noch die Sterne zu se

hen. Auf der Suche nach dem Wein als der kürzestmöglichen Strecke zwischen Erde und Himmel finden wir immer häufiger Weine, die auf ganz natürliche Art ohne Addition synthetischer chemischer Substanzen im Weinberg entstehen, im Keller mittels natürlicher Hefen vergoren und darüberhinaus nicht manipuliert werden. Sie liefern uns einen Fingerabdruck ihres Terroirs und erzählen uns die Geschichte ihres Klimas, ihrer Topographie, ihrer Geologie, ihres Bodens und ihrer Rebsorte(n). Es sind Weine mit besonders ausgeprägter Identität. Vibrierende, vitale Weine, deren Mineralien den Gaumen kitzeln und auf der Zunge tanzen. Ihre Lebhaftigkeit, ihr aromatisches Spektrum und ihre Persistenz führen uns in bisher nicht gekannte Geschmackstiefen. Wir mögen solche Weine sehr und widmen ihnen einen Gutteil unserer Energie.

Bevor wir für ein paar Tage nach Venedig und ans ligurische Meer nach Süden aufbrechen, morgen ein kurzer Ausflug in den...
04/09/2026

Bevor wir für ein paar Tage nach Venedig und ans ligurische Meer nach Süden aufbrechen, morgen ein kurzer Ausflug in den Norden, an die Loire. Zu Lise und Betrand Jousset Lise et Bertrand Jousset denen in Montlouis sur Loire fabelhafte Weine gelingen. Davon frei zu verkosten morgen Vilain P´tit Ch´nin und Menu Pineau.

Vilain P´tit Ch´nin 2023 von mit 60, 70 Jahren durchaus betagten Chenin-Blanc-Rebstöcken. Die Stöcke von Menu Pineau, dieser eher seltenen, im Departement Loir-et-Cher heimischen Sorte, haben mittlerweile auch schon gut 50 Jahre erreicht. Beide wachsen hier auf verwitterten Kalkstein- und Silexböden und werden schön alt, weil complètement natürlich kultiviert. Beste Herkünfte also für energievolle Weine. Wobei die große Ausnahme lange Fermentationszeiten bilden in einem sehr besonderen Keller. Etwa ein Jahr fermentieren beide Weine in gebrauchten Doppelbarriques, um dann noch ein Stück Wegs zurückzulegen in Edelstahl und Amphore. Im Ergebnis sind sie kühle, geschmeidig Weine mit weicher, seidiger Säure, nervig-saftigem Trinkfluss und einer guten Portion Salz um die Zunge.

Lise und Betrand Jousset erfreuen uns seit 2015 mit ihren durch die Bank eigenpersönlichen, intensiven Weinen. Ihr tief in Loire-Tuff eingegrabener, kühler, Frische atmender Keller gibt ideale Bedingungen für ihre akribische Weinarbeit. Chenin Blanc ist dabei eher dünnhäutig und so sensibel wie delikat. Menu Pineau ist robuster und verbindet leicht süße, helle Würze mit feinem Salz. Glücksfälle, ganz anders, beide, Freude!

Tastings on Saturdays always for free. Step in, please. Welcome!

Morgen frei zu verkosten 2 Weine der Seckinger Brothers Weingut Seckinger: Chardonnay Maikammer 2025 und Weissburgunder ...
28/08/2026

Morgen frei zu verkosten 2 Weine der Seckinger Brothers Weingut Seckinger: Chardonnay Maikammer 2025 und Weissburgunder aus dem Paradiesgarten 2021

Der Chardonnay, von superjungen Pflanzen am Kapellenberg und vinifiziert in Tonneaux, mit geschmeidiger, leicht kalkiger Textur, freundlich und ein wenig cremig, mit milder, präsenter Säure großzügig und animierend zitrisch. Wer Harmonie und Balance spüren mag, ist hier richtig. Leicht vegetabile Töne machen ihn zum vollkommenen Begleiter für Gemüsegerichte. Richtig schön!

Filigran und straff der Weissburgunder aus dem Paradiesgarten, ebenfalls ausgebaut in Tonneaux. Macht eine opulente Welle nach zartem Beginn, bleibt dabei stringent und klar. Mit festem Trinkfluss und einer Textur wie von dünnem Leinen. Die Aromatik gelb und kühl mit grünen Einsprengseln, Melonenschale, Zitronencrème-Zitrik und Salz. Organische, biodynamische Methoden, Weine ausgebaut auf ihren Hefen in Holzfässern, wenig Intervention, natürliche Stabilisation ohne dass merklich Schwefel eingesetzt würde: Die Weine der Seckinger-Brothers sind schon länger ikonographisch in der facettenreichen Welt der Naturweine.

Solche Naturweine sind delikate, faszinierende, überraschende Weine. Sie können Inspiration sein, Natur besser zu verstehen, sind Mundgefühl und Geschmack, sind Unmittelbarkeit und begleiten unser Zusammensein. Ist doch logisch, dass sie in einer Welt punkten, in der häufig die Mittelbarkeit dominiert. Sie können Highlights sein, kleine Fluchten, spannende Ausflüge ins spürbar Lebendige. Können inmitten schwieriger Zeiten und vorgestanzter Phrasen Katalysatoren sein für Gespräche darüber, wie´s besser weitergehen könnte und welche gute Zukunft gemeinsam erreichbar ist.

Musik dazu: L´Apparition von Nick Cave und Warren Ellis und Lilac W**e von Nina Simone

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Morgen frei zu verkosten 2 Weine von Claire Naudin in Magny-lès-Villers an der Côte d´OrBourgogne Blanc Hautes-Côtes de ...
21/08/2026

Morgen frei zu verkosten 2 Weine von Claire Naudin in Magny-lès-Villers an der Côte d´Or

Bourgogne Blanc Hautes-Côtes de Beaune 2023: Chardonnay nahe Pernand-Vergelesses, fermentiert und ausgebaut zu 20 % in neuem Holz, zum größeren Teil auf der Vollhefe in Zement.
La Plante 2025: Pinot Noir, kurz auf den Schalen in Zement, noch während der Gärung abgepresst für maximale Frucht und minimale Extraktion der Tannine.

Claire Naudin ist eine wundervolle, akribische Winzerin! Wir erleben mit ihr Handwerkskunst und Entschiedenheit, verbunden mit Bescheidenheit im Sinne sehr genauer Wahrnehmung & kluger Reflexion. Mögen besonders ihr feines Gespür und ihren freien Geist, der ihr zeigt, dass nichts unabhängig voneinander existiert. Neugier, Passion und Konzentration, Offenheit und Intuition, Erfahrung und Wissen ermöglichen in Quintessenz besondere, im Mund spürbare Weine.

Sind gerade aus Burgund zurück, haben auch Claire kurz getroffen. Ihre immense Sorge über die klimatische Entwicklung stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sie uns mit einem ‚all is burning!‘ empfing. Enorme Hitze hat auch in Burgund das Land verbrannt, kein Regen, nirgends dort schon Monate. Gelbbraune Felder und verdorrte Blätter an verdurstenden Bäumen. So klein wie diesmal haben wir Trauben noch nicht gesehen, dickschalig, mit wenig Saft und Alkoholgraden bei 14 % +.

Seit Jahren nun immer aufs Neue: die höchsten Temperaturen, der wenigste Regen, die wärmsten Jahre. Dazu die Lethargie von 40-Grad-Tagen und ein versiegender Rhein, Rechtsextremisten fett, Arm und Reich, Aufrüstung/Verteidigung, KI … Müssen auf nichts mehr warten, denn er ist bedrohlich nah, der Verlust des sicheren Orts, den wir doch alle brauchen. Die Furcht, verschlungen, aufgelöst, verbrannt zu werden, sie ist real.

Habermas Gedanke von Demokratie, die vom Anspruch auf öffentliche Rechtfertigung lebe, ist brennend aktuell. Gerade in elementarer Gefahr brauchen wir öffentliche Gemeinsamkeit. Einen Runden Tisch, an dem drängendste Fragen jenseits von Parteienpolitik verhandelt werden.

Musik dazu: The End von Doors und Child in Time von Deep Purple

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Morgen frei zu verkosten 2 Weissweine und 1 Rotwein von Barranco Oscuro in der Sierra Nevada in der andalusischen Provin...
24/07/2026

Morgen frei zu verkosten 2 Weissweine und 1 Rotwein von Barranco Oscuro in der Sierra Nevada in der andalusischen Provinz Granada

Wilde Weine vom Fuß der auf 3.500 m ansteigenden Sierra, aus auf 1.400 m gelegenen höchsten Weingärten Europas. Höher geht es bei uns nicht mehr, wegen der Fröste und winterlicher Kälte. Doch die Höhe ist Gold wert, weil Trauben auch in heissen Sommern ihre Säuren halten, und Frucht und Säuren in langen Reifezyklen zu vollkommener Balance finden können. Dank der Tag-Nacht-Temperaturunterschiede von bis zu 25 Grad, erfrischendem Wind und so auch sommers gemäßigtem Klima. Einige der Reben sind an Drähten entlang gezogen, viele wurzeln als kniehohe Buschreben in stark blättrigem Tonschiefer. Ihre Weine sind Gipfel der Intensität, dabei elegant und von säuregetriebenem, mundwässerndem Trinkfluss. Ziemlich unvergleichlich 🙂

Manuel Valenzuela kam 1979 aus der hektischen Stadt und pflanzte neben die Mandelbäume Syrah, Cabernets und Pinot Noir, rote und weisse Garnacha, Chardonnay und Vigiriega. Für reichhaltige, wilde, zärtliche Weine, die ihm zusammen mit seinem Sohn Lorenzo gelingen. Gute Arbeit, weil weit mehr als Mittel zum Zweck, Nützlichkeit und Effizienz. Deren innerer Wert im Tun selbst liegt. Und im regen Austausch mit der Welt: Reben, Steinen, allem Lebendigen, woraus diese wunderbare, karge Landschaft besteht. Instrumentell sichert sie die Existenz. Expressiv gibt sie den Winzern die Chance, sich selbst auszudrücken. Und moralisch ist sie auch noch, weil sie etlichen Menschen größte Freude bereitet.

Ist es nicht längst an der Zeit, neue Ideen zur Arbeit zu denken, und dabei beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen als „Fantasie- und Vorstellungsmitgift“ (der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg), als beflügelnde Möglichkeit zuzulassen. Damit ließen sich Freiheit und Sicherheit verbinden und neue Fragen und Antworten finden. Und Muse, aus der sich soviel schöpfen lässt.

Musik: Ambrose Akinmusire auf seinem Album On the tender spot of every calloused moment

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¡Viva! Die fabelhaften Weine von Joan Vendrell und Joan Manel von Celler Mas Gomà  -1724- in Les Cabanyes, Penedès sind ...
17/07/2026

¡Viva! Die fabelhaften Weine von Joan Vendrell und Joan Manel von Celler Mas Gomà -1724- in Les Cabanyes, Penedès sind wieder da! Davon morgen frei zu verkosten 1 lebhafter, angenehm-beiläufiger Xarel•lo, 1 Pet Nat und 1 Cava.

Es sind geschmeidige, offene, artisane Weine, trinkig, raffiniert und doch unkompliziert. Allesamt ungeschwefelt, gut für ihre Lebhaftigkeit und unser Mundgefühl.

Der stille Xarel•lo Tiet Jan 2024 fruchtsaftig salzig, etwas trüb mit feiner Hefe in der Flasche. Als Pet Nat La Roda 2021 von Malvasia de Sitges und Xarel•lo, 13 Tage auf der Maische, danach 3 Jahre auf der Hefe in der Flasche. Leicht teerig mit einer Spur herbem Honig und mundwässerndem Jod. Schließlich klassisch Cava El Creuer 2022 von Xarel•lo und Macabeu, nach 40monatigem Hefelager wundervoll tonige, tiefe, intensive Seide mit Mandeln und Zitruskaramell und jener weichen Perlage, die typisch ist für Cava. Welch inspirierender Schwung! Ein jeder spannend bis ins Finish mit einem Klang, der weit trägt.

So viel Freude von dieser kargen, hauptsächlich mit Xarel•lo, Macabeu und Parellada bestandenen Gegend. Als spiegelte sich Joans ungewöhnliche Freundlichkeit in seinen Weinen. Eine frappierend geisteswache, offene Herzlichkeit, mit einem Lachen, das die Umgebung mühelos erreicht. In ihm offenbaren sich ein Optimismus des Willens aus sinnvollem Tun und eine Lebenskunst, die sich nicht im Blick in den Spiegel äußert, sondern im Dialog mit einer Materie, an der einem viel liegt. Fokussiert aufs Gegenständliche, Konkrete, dabei die Welt im Blick als zusammenhängender Raum. Memento Mundi, Erinnerung, dass wir alle zusammen im Boot sitzen. Wundervolle Fähigkeit, sich um etwas zu bemühen, weil es gut ist, und nicht nur, weil es Erfolg hat. Wollen wir kämpfen, brauchen wir Hoffnung, und die kommt nur aus solchem Tun.

Lasst euch morgen gern von Joans Freude in Wein anstecken!

Musik dazu: Gato Barbieri mit Straight into Sunrise und Mystica auf seinem Album Que Pasa oder auch Great Black Music vom Ethnic Heritage Ensemble

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Morgen frei zu verkosten 3 Weine von Julián Ruiz  in Kastilien-La Mancha.Airén de Sol a Sol 2023 mit 373 Tagen auf der M...
10/07/2026

Morgen frei zu verkosten 3 Weine von Julián Ruiz in Kastilien-La Mancha.

Airén de Sol a Sol 2023 mit 373 Tagen auf der Maische. Rancio mit vieltägigem Schalenkontakt in einer Art Solera-Verfahren + Tempranillo Natural 2025, 98 Tage auf den Schalen mit kurzem Ausbau in Amphoren

Julián ist ein Meister Maische fermentierter Naturweine von biblisch-alten Airén- und Velasco-Buschreben. Rebläuse haben den stark kalksandigen Boden dort immer gemieden. Und so prägt die weit über 100 Jahre reichende Lebenserfahrung der Reben Juliáns Weine. Es sind beeindruckend andere Weine, mit langen Maischestandzeiten und absichtlichem Sauerstoffkontakt. Die Arbeit in der Tagesh*tze der Mancha von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang - De Sol a Sol - ist hart. Und 50 Hektare auf der trockenen, steinigen Hochebene wollen erst‘mal von Hand bearbeitet werden. Mit der Würde und Bescheidenheit freier, weiser Menschen - „con la dignidad y sencillez propios de los hombres libres y sabios“

Seine Liebe für wilde Geschmacksfarben zeigt Julián eindrucksvoll im Schwarz seiner Sol-a-Sol-Labels, die alles Licht dem Inhalt lassen. Sie zeigen bäuerliche Hände und deren ursprüngliche Kraft. Es sind wilde, extreme, zärtliche Weine eines uns brüderlich verbundenen, in seinem Wesen so freundlichen wie entschiedenen Winzers. Dessen Idee von saftigem Leben inmitten staubiger, karger Landschaft in seinen Weinen von der Farbe flüssigen Goldes aufscheint.

Sie versinnlichen pures, aufs Wesentliche Liebe und Arbeit konzentriertes Leben. Sind intensiv und überraschend. Die Erde ist uns als Lebens-Aufgabe überlassen und Julián bewirtschaftet sie so, dass es ihr dabei gut geht, und dem Leben auch. Mit seiner Arbeit ist eine Schönheit verbunden, die gut tut in Zeiten, in denen doch vieles mühsam geworden ist. Im Privaten für viele Beruf, Wohnung, Zukunft. Dazu die Krisen unserer Zeit als dauerrauschender Hintergrund. Doch man lebt das Leben wie man den Tag lebt. Und Wein gehört unbedingt dazu. Auch, weil er in Momenten Hoffnung nähren kann, dass eine andere Welt möglich ist.

Musik dazu? Mudita von Matthew Halsall, Gitans von T**i Robin

Free tasting. Welcome!

Heute in der freien Verkostung 3 Weine von Stephan Krämer KRAEMER öko.logisch aus Franken2 Silvaner vom Muschelkalk - 20...
04/07/2026

Heute in der freien Verkostung 3 Weine von Stephan Krämer KRAEMER öko.logisch aus Franken

2 Silvaner vom Muschelkalk - 2017 und 2015 - dazu fröhlich-kraftvoller Rosé vom Pinot Meunier. Stephan hat mit experimentierfreudiger Exzellenz seine Stilistik gefunden. Heute haben seine Weine alles, was Naturweine groß macht: sind lebendig, bewegt, wirklich spürbar. Entwickeln sich ständig weiter. Ob introvert oder extrovert, stets voller Licht und wiedererkennbar. Ist schon so bei den jungen sehr schön, umso schöner, wenn gereift. Dürft auf den 2015er gespannt sein!

Beim Muschelkalk 2017 die Fruchtigkeit weissgelb und zurückhaltend, die Säuren bestimmen den Rhythmus, ziehen die Aromen in die Länge. Muschelkalk 2015 mit deutlich größerer Ruhe. Schlanker, feiner, grüner Trinkfluss mit klarem Apfel als bestimmendem Element. Erde tut sich auf, hinter sich eine leicht rauchige Spur. Feines Beispiel, wie Stephan Zeit wirken lässt, jedem Wein gebührende Entwicklung einräumt, und was das bewirken kann. Der Rosé 2022 dann saftig, farblich wie geschmacklich leuchtend! Zitrik & Salz im Finish eines Trinkflusses von roten Beeren, Orangen, Zesten. Alle 3 pure, auf ihre Böden, ihre Frucht konzentrierte Lebens-Mittel. Macht Laune.

Welcome! Tasting as always on Saturdays for free

Morgen offen zum Verkosten auf dem vorläufigen Höhepunkt dieser Sommerhitze POOLBOY 2023, cooler Weisswein aus dem Venet...
26/06/2026

Morgen offen zum Verkosten auf dem vorläufigen Höhepunkt dieser Sommerhitze POOLBOY 2023, cooler Weisswein aus dem Veneto, von Stefano Menti Azienda Agricola Giovanni Menti exklusiv abgefüllt für uns.

Ein Wein und jede Menge Frische. Trinkig und mit 11,5 % leichtfüßig, charismatisch und von großer Strahlkraft, mit einer sich im Glas ausbreitenden Wolke feiner Hefen schafft er einen Resonanzraum für Sonne, Schönes, Sommerglück. Für kleinen Kurs

Garganega vulkanweiss geerdet, ausgebaut in kühlem Zement. Superschön wolkig, weil mit viel feiner Hefe in die Flaschen gefüllt. Saftig, mild und laktisch. Durchwoben von guter, zitroniger Säure, mild gebändigt vom Kalk im Boden. Erfrischende Zitruszeste und Fleur de Sel. Flirrend bodenständig und dabei so schwerelos, wie´s jetzt richtig gut tut.

Splash!!! Eintauchen ins kühle Nass im blauen Pool. Spannt den Bogen vom irdenen Veneto zu den blauen Oberflächen der Pools in LA. Stefano Menti als zeitgenössischer Piranesi, der mit seinen vom harten Sonnenlicht erhellten Veduten alles Wesentliche ausdrückt. Wesentlich hier die Übersetzung von Steinen, vulkanmineralischer Materie und Trauben in spürbare, griffige, mundwässernde Frische.

Und sie gelingt, in Stefanos charakteristischem Mix von Tradition und Experimentierfreude, in diesem Prozess des Immer-wieder-genau-Hinschauens. Und so bedient POOLBOY zwar schon übers Label eine Lebensrealität, in der´s auf Oberflächen ankommt. Aber ist neben allem Plakativen ein feiner, zupackender, flirrend tiefer Wein. Mit einem steinigen Gelb, das über erfrischend ätherische Kräuterwürze vertikal ins Grüne dreht.

Dem jüngst verstorbenen David Hockney hätte er vermutlich geschmeckt, vielleicht seinen Platz gefunden auf dem Beckenrand von „The Bigger Splash“. Als kleiner Teil jenes mit der Dekadenz flirtenden, entspannten Freiheitsgefühls, das uns heute nur noch von weit her anlacht.

Welch fabelhafter Sommerwein! Sehr toll!

Welcome!

19/06/2026
Morgen im Samstagstasting 2 Provence-Rosés von der Domaine la Navicelle Gewachsen nah am Meer, in rotem Lehm und Kalksch...
19/06/2026

Morgen im Samstagstasting 2 Provence-Rosés von der Domaine la Navicelle

Gewachsen nah am Meer, in rotem Lehm und Kalkschiefer. Neben Grenache und Mourvèdre mit im kleinen Boot („Navicelle“) die seltene, uralte, rote Tibouren mit kräutrigem, würzigem Touch. Eisen und Salz und biodynamische Arbeit geben aromatische Intensität und feste Struktur in glasklaren, aufregend distanzierten Rosés. Leicht rauchig, mit lebhafter Säure und anregender Zitrusspur. Durchzogen vom Staub von Gewürzen und Teeblättern. Definitiv anders. Tomatenranke, Granatapfelkerne, Walderdbeere. In der Länge salziges, leicht bitteres Chinin. Herzhaft und superpräzise. La Navicelle als Flaggschiff, Zephyr Rosé die Luxusausgabe: dichter, auch polierter, sehr lang.

Gar nicht so einfach, in diesem von Klischees belegten Landstrich Weine zu finden, die einerseits Bilder bedienen und andererseits charaktervoll und eigenwillig sind. Sind mit unsrer großen Freude am Genuss auch hier fündig geworden. In einer Gegend, die Fenster öffnet in eine Zeit, die irgendwie fortgeweht scheint. Jazz und die Schaukelei in einer alten Déesse auf dem Weg gen Süden, des nachts am Meer oder auf dem Mont Ventoux, um die Sonne auch nachts zu sehn. Jazz, der die kulturelle Vielfalt der Région Sud in Klang übersetzt, frei improvisiert, auch dissonant, mit sanftem Flow.

Entre dos Aguas/Paco de Lucia - Solea, Saeta und Rouge/Miles Davis - Marseille la nuit/IAM - Manteca/Dizzy Gillespie - Bamboléo/Gipsy Kings - Volver/Carlos Gardel - Zikr + Without a Song von den jüngst verstorbenen Abdullah Ibrahim und Sonny Rollins, nahezu letzte Erzähler eines Goldenen Zeitalters … Mix aus Sehnsucht, Erfahrungshunger und Desillusionierung, sentimental und welthaltig. Musik, die poetische Augenblicke mit gutem Essen und Wein verbindet und auch die Schattenseiten dieses gleissend blauen, farbintensiven Landstrichs begleitet. Das harte Leben der Migrant*innen, Ausbeutung, Mafia, Bausünden, Fremdenhass. Packend beschrieben von Jean-Claude Izzo in seiner Marseille-Trilogie. Wer nicht nur durch die Welt eilt, sondern sie mit allen Sinnen durchzieht, für den ist auch die Provence reich an Erfahrungen.

Welcome!

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München
Gemeindefreies Gebiet

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Dienstag 11:00 - 19:00
Mittwoch 11:00 - 19:00
Donnerstag 11:00 - 19:00
Freitag 11:00 - 19:00
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