21/08/2026
Aktuell erleben wir einen regelrechten Proteinhype.
Protein, mehr Protein, noch mehr Protein. Immer rein damit. Was kostet die Welt. Und tatsächlich kann dieser Hype ziemlich schnell ins Geld gehen.
Auf Instagram sieht man inzwischen Vorratsschränke voller Proteinpulver, Proteinriegel, Zero-Saucen und High-Protein-Produkte. Und manchmal frage ich mich: Wo ist eigentlich das ganz normale Essen geblieben?
Je mehr Protein, desto gesünder und fitter? So einfach ist es nicht. Und genau deshalb darf man diesen Hype durchaus kritisch betrachten.
Unser Körper braucht nicht nur Protein. Er braucht Kohlenhydrate, Fette, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und vieles mehr. Gerade scheint es aber manchmal so, als würde Protein alles andere verdrängen.
Und nur weil einem Pudding zusätzlich Protein zugesetzt wurde, wird daraus plötzlich kein Gemüse. 😉 Es ist und bleibt ein Pudding.
Auch die Proteinquelle spielt eine Rolle. Für die langfristige Gesundheit spricht einiges dafür, häufiger auf pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte oder Soja zu setzen, statt den Speiseplan hauptsächlich mit Proteinpulver und anderen hochkonzentrierten Proteinprodukten aufzurüsten.
Protein ist wichtig. Keine Frage.
Aber mehr ist nicht automatisch besser – und eine gesunde Ernährung lässt sich nicht auf möglichst viele Gramm Protein reduzieren.
Wie so viele Ernährungstrends zuvor wird vermutlich auch dieser irgendwann vom nächsten großen Hype abgelöst werden.
Ein Kochtrend wäre gut. So mit Schnippeln und Kochlöffel.