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Bushmills 2010, Causeway Collection Oloroso & Bourbon + Cuvée Finish 54,8%Manchmal ist eine Flasche nett. Einfach nett. ...
17/06/2026

Bushmills 2010, Causeway Collection Oloroso & Bourbon + Cuvée Finish 54,8%
Manchmal ist eine Flasche nett. Einfach nett. Nicht mehr, nicht weniger.
Der Bushmills 2010 aus der Causeway Collection hat zunächst in Oloroso Sherry- und Bourbon-Fässern gereift, bevor er ein Finish in Cuvée Wine Casks bekommen hat.
Nase: Pfirsich, Aprikose, etwas Vanille, rote Früchte. Gefällig und zugänglich. Mehr aber auch nicht.
Geschmack: Karamell, Birne, Feige, etwa Mandel. Der Weineinfluss bleibt brav im Hintergrund. Weich, unkompliziert, angenehm.
Abgang: Mittelang, Frucht und Holz.
Fazit: Austauschbar. Die Causeway Series hat schon deutlich interessantere Abfüllungen produziert – wer die kennt, wird hier etwas vermissen. Aber auch er hat seinen Platz: wenn Freunde zu Besuch kommen, die mit whiskey nicht viel am Hut haben, geht der problemlos weg. Dafür passt er.

Deanston Chronicles Edition 3Deanston läuft für viele unter dem Radar. Zu Unrecht. Die Chronicles-Reihe ist ein gutes Be...
11/06/2026

Deanston Chronicles Edition 3

Deanston läuft für viele unter dem Radar. Zu Unrecht. Die Chronicles-Reihe ist ein gutes Beispiel dafür – und Edition 3 ist mein persönlicher Beweis. Auch wenn gerade die Edition 4 in aller Mund ist - oder gerade deshalb - schenke ich mir mal den 3er wieder ein, der seit einem Tasting im Februar offen ist.
Das Konzept: vier Fässer, vier Jahrzehnte. Spirit aus den 80ern, 90ern, 2000ern und 2010ern, vereint in einer Abfüllung. Das klingt nach Marketing-Idee – funktioniert aber.

Nase: Erst etwas sperrig, der Rum schiebt sich nach vorne, dazu eine leicht balsamische Kante. Wer Geduld hat, wird belohnt. Pfirsich, Aprikose, geröstete Haselnüsse, ein Hauch Minze.
Geschmack: Toffee, Rosinen, Meeressalz, grüner Apfel, Walnüsse, dunkle Schokolade im Hintergrund, dazu fremdartige Gewürze. Salzig-süß, krautig, erwachsen. Komplex ohne Aufwand.
Abgang: Waldhonig, Zitronenkuchen, lang und rund.
Fazit: Einer meiner Lieblinge gerade – auf Augenhöhe mit der frisch erschienenen Edition 4, die ich mindestens genauso mag. Wer die Chronicles-Reihe noch nicht kennt: einsteigen, solange noch möglich.

GlenDronach Ode to the Dark – Master's AnthologyHEute nur kurze Notes , weil ich nicht viel Positives zu sagen habe.Glen...
09/06/2026

GlenDronach Ode to the Dark – Master's Anthology

HEute nur kurze Notes , weil ich nicht viel Positives zu sagen habe.

GlenDronach hat Ende 2024 die Master's Anthology rausgebracht – drei NAS-Abfüllungen, die nach und nach die klassische Alterskennzeichnung-Range (12er, 15er, 18er) ersetzen sollen (vermutlich). Der Ode to the Dark setzt vollständig auf PX Sherry Casks. 50,8%, nicht kältefiltiert und ist farblich an den 18er Allarcdice angelehnt, auch preislich der teuerste. Er soll quasi das Äqivalent sein. Problem: er is tes nicht.

In der nase typische Sherry-Noten, Heidelbeeren, etwas Marzipan, Leder. Nicht schlecht – bis man merkt, dass da ein junges, alkoholisches Fundament darunterliegt, das sich nicht wirklich verstecken kann.

Im Mund habe ich dann das gleiche Problem: Himbeere, Pflaume, Rosinen – alles da, aber die Aromen wirken dünn. Das PX-Fass drückt Süße rein, die den Geist überdecken soll. 

Im Abgang mittellang, was ein synonym für "schnell weg" ist.

Fazit: Diese neue NAS-Linie von GlenDronach ist nichts für mich. Wer mal einen Allardice 18 im Glas hatte – der weiß, was diese Brennerei kann, wenn man dem Whisky einfach Zeit lässt. Der wird hier nach und nach ersetzt durch NAS-Expressions, die mit Sherry-Fässern kaschieren, was Reifezeit noch nicht geleistet hat. Schade.

**Kilkerran 13 Year Old – Cadenhead's Original Collection**Kilkerran. Campbeltown. Cadenhead's. Allein diese drei Worte ...
06/06/2026

**Kilkerran 13 Year Old – Cadenhead's Original Collection**

Kilkerran. Campbeltown. Cadenhead's. Allein diese drei Worte auf einem Etikett sind eigentlich schon Kaufargument genug – zumindest für mich. Denn Glengyle ist, auch wenn die Brennerei erst seit 2004 wieder am Laufen ist, längst keine Geheimtipp-Adresse mehr. Und wenn der konzerneigene Abfüller Cadenhead's ein SngelCask bekommt, dann hat das immer etwas Besonderes.

Der Whisky, destilliert 2011, hat acht Jahre in Bourbon Casks verbracht – und dann ab 2020 fünf weitere Jahre in Ruby Port Casks zugebracht. Abgefüllt im Februar 2025 mit 46%, nicht kältefiltiert, keine Farbzusätze. Auf dem Papier ein interessanter Twist auf das klassische Kilkerran-Profil. Aber schmeckt er? Probieren hilft! (wie es neuerdings immer heißt)

Nase: Das Port-Finish zeigt sich sofort und meldet sich laut zu Wort. Rote Beeren, Erdbeermarmelade, etwas Waldfrüchte, dazu ein typischer leichter Rauch, maritim, ein Hauch Tabak und Leder. Vanille, Honig und einem dezenten Rauch. Der Campbeltown-Funk ist da, aber er kommt gedämpfter als gewohnt.
Geschmack: Vollmundig und ölig, das ist klassisch Kilkerran. Und dann übernimmt das Port: Brombeerkonfitüre, türkischer Honig, Rhabarber, dazu diese von Cadenhead's selbst beschriebene „slow cooked brisket"-Note – klingt seltsam, passt aber zu dem leicht herzhaft-erdigen Charakter. Es ist ein bisschen schräg aber trotzdem lecker. Wer reines, unverfälschtes Kilkerran erwartet, könnte kurz stutzen. Das Port dominiert mehr als man es einem 46%igen zutrauen würde.
Abgang: Angenehm lang, mit getrockneten dunklen Früchten, leichtem Rauch, etwas Erde. Nicht der große dramatische Abgang – aber okay.

Fazit: Ein Whisky, über den man sich streiten kann. Wer Kilkerran pur und unverfälscht mag, für den ist das Port-Finish möglicherweise einen Tick zu laut. Wer sich auf das Experiment einlässt, bekommt einen verspielten, fruchtigen Campbeltown-Dram mit echtem Charakter für knapp über 100€.

Heute mach ich's kurz: dieser Glenallachie hat mich nicht überzeugt.GlenAllachie kann Whisky. Billy Walker versteht sein...
29/05/2026

Heute mach ich's kurz: dieser Glenallachie hat mich nicht überzeugt.

GlenAllachie kann Whisky. Billy Walker versteht sein Handwerk, keine Frage. Der halte als er zu Glenallachie kam war riesig. Und er tat was er immer tat und lieferte.
Aber der 8-Jährige ist halt genau das – ein 8-Jähriger. Und das Experiment, dies mit einem Finish in Virgin Oak zu verbessern, finde ich grundsätzlich schon fragwürdig. Scottish Virgin Oak klingt auch nochmal besonders. Ist aber kein Ersatz für Zeit.

Und da sind wir schon beim eigentlichen Problem. Die Virgin Oak Series ist ein Konzept, das ich nicht mag. Frische Fässer können einem jungen Destillat schnell Aromen aufdrücken – aber das ist eben kein Reifen, das ist Schminke. Das Holz dominiert, bevor der Whisky überhaupt die Chance hatte, sich zu entwickeln.

Nase: Süß, rote Früchte, Toffee, etwas Zimt. Nicht unangenehm. Aber auch nichts, wobei ich länger verweile.
Geschmack: Hier wird's dann scharf und unrund. Der Virgin Oak drückt sich durch – eine Schärfe, die sich nicht eingebunden anfühlt. Karamell, Rosinen, verbrannter Zucker, Pfeffer. Die oft genannte metallische Schärfe.
Kurz, etwas bitter, Holzspäne. Mehr nicht.

Fazit: Für 50-60€ bekommt man bei anderen Brennereien deutlich mehr. Auch Glenallachie kann mehr. Dann lieber den 15er zum gleichen Preis.

Manchmal kennt man den Mann hinter der Flasche. Michel Reick, der Macher von Best Dram, ist mir schon seit vielen Jahren...
26/05/2026

Manchmal kennt man den Mann hinter der Flasche. Michel Reick, der Macher von Best Dram, ist mir schon seit vielen Jahren bekannt – damals noch als Betreiber des RockCafe in Münster. Dass aus ihm irgendwann Deutschlands umtriebigster unabhängiger Abfüller Deutschlands wird, hätte ich damals nicht unbedingt vorhergesagt.
Sein neustes Werk: ein 13 Jahre alter Aberlour, destilliert September 2012, die gesamte Reigezeit in einem First Fill PX Sherry Hogshead. 55,8% Fassstärke, ungefärbt, unkälteflitriert. Klingt trocken, ist es aber kein bisschen.
Nase: Das PX-Fass macht keine halben Sachen. Sofort dunkle, schwere Sherryaromen – Rosinen, Trockenpflaumen, ein Hauch Sultaninen. Dazu Schokostreusel, geröstete Maronen und diese warme, satte Süße, die man nur aus wirklich guten Sherryfässern kennt. Kein aggressives Holz, kein störender Schwefel – einfach rundes, tiefes Aromenspiel. Wer hier an ein a'bunadh erinnert wird, liegt gar nicht so falsch. Ist er genau für? Nicht ganz. Er ist kräftiger, nicht ganz so samtig.
Geschmack: Vollmundig, die 55,8% drücken ordentlich . Der PX bringt eine sirupartige Traubensüße. Dazu reife eingelegte Pflaumen, Zartbitterschokolade und im Hintergrund ein Anflug von Wein – Zimt, etwas Nelke. Mit ein paar Tropfen Wasser öffnet er sich nochmal und zeigt mehr von der fruchtigen Seite: rote Beeren, Brombeere, ein Tick grünes Unterholz.
Abgang: Lang, wärmend, dunkel-fruchtig. Die Rosinensüße bleibt, begleitet von schokolade und einer dezenten Würze. Kein abruptes Ende – der verabschiedet sich in Ruhe.
Fazit: Aberlour und PX-Sherry ist eine Kombination, bei der eigentlich wenig schiefgehen kann – aber das hier geht über „solide" hinaus. Für knapp 90€ bekommt man einen 13-jährigen First Fill Single Cask in Fassstärke, der genau das hält, was er verspricht: tief, dunkel, üppig. Wer Sherry-Whiskys mag, greift zu.

Und schon wieder ein Irish Whiskey aus dem Brühler Whiskyhaus . Marco hat im letzten Jahr zuverlässig bei jedem neuen Ba...
25/05/2026

Und schon wieder ein Irish Whiskey aus dem Brühler Whiskyhaus . Marco hat im letzten Jahr zuverlässig bei jedem neuen Batch seiner Abfüllungen immer einen Iren dabeigehabt. Die meisten davon waren solide, einige herausragend. Prinzipiell trafen sie meistens meinen Geschmack, mag ich doch die tropischen Früchte und die Zuckersüße, die sie fast alle beinhalteten. Zugegeben, sie stammen vermutlich auch alle aus einer Brennerei und weisen so ein ähnlichen Charakter auf. Nun der neueste Streich: 15 Jahre, gefinisht in einem beim Banyuls süßweincask. Dies ist ein Süßwein aus Frankreich, von den steilen Schieferhängen der Pyrenäen. Das weiß ich dank google. Und der Whisky? Probieren hilft!

In der Nase direkt wieder die typischen tropischen Früchte und dazu die altbekannte Zuckerwattensüße. Alles wie immer? Mitnichten! Es mischt sich eine herbe Kräuternote dazu, auch Anklänge von Tabak und anderen herberen Noten, die man sonst bei OlorosoWhiskys vermuten würde. Auch eine Weinnote lässt sich nicht abstreiten.
Im Mund setzen sich diese Eindrücke nahtlos fort. Der Whisky bleibt lange im Mund, ist mundfüllend und weich mit einer leichten alkoholischen Spitze. Gefällt mir.
Fazit: auch dieser Whisky macht vieles richtig. Er ist nicht so herausragend wie das Einhorn oder die Tarantel, aber liefert solide ab. Ein sehr schöner Sommerdram, mit dem ich sicherlich noch den ein oder anderen Abend auf der Terrasse verbringen werde.

2 mal der gleiche whisky? Ja, diesmal mit ausführlicheren Notes 😅 Und Hype bleibt es immer noch...Ein Hollywood-Schauspi...
23/05/2026

2 mal der gleiche whisky? Ja, diesmal mit ausführlicheren Notes 😅 Und Hype bleibt es immer noch...

Ein Hollywood-Schauspieler, der einen Whisky auswählt. Ohne Tasting Notes. Ohne Erklärung. Einfach so, weil er seine „Neugier geweckt hat". Klingt nach Marketingblödsinn? Ja, ein bisschen schon. Und trotzdem landet hier ein 14-jähriger Laphroaig mit Oloroso-Sherry-Finish im Glas, den man nicht einfach abtun kann.
Zur Geschichte: Willem Dafoe – Kultschauspieler, Alpacafarmer in Rom und neuerdings „Friend of Laphroaig" – hat zusammen mit Blenderin Sarah Dowling aus mehreren Casks seinen Favoriten ausgewählt. Herausgekommen ist diese limitierte Abfüllung: 14 Jahre, zunächst im Bourbon-Fass, dann neun Monate Oloroso-Finish, 53,7% abgefüllt. Klingt jetzt schon deutlich solider als die PR-Geschichte darum.
In der Nase erstmal kein typischer Laphroaig. Keine Jodkeule, kein Teer mit Anlauf. Stattdessen zeigt sich die Nase erstaunlich weich – dunkle Früchte, Rosinen, ein Hauch kandierte Orange. Der Rauch ist da, keine Frage, aber er drängt sich nicht vor. Wer die volle Laphroaig-DNA erwartet, wird kurz stutzen. Erst mit etwas Zeit kommen Salz, Menthol und das typische maritime Medizinische durch.
Im Geschmack dann Vollmundig, mit spürbarer Wärme durch die 53% – ein paar Tropfen Wasser helfen. Dazu dunkle Schokolade, würzige Orange, ein Tick Zimtstange und schwarzer Pfeffer. Das Holz vom Sherry-Finish sitzt fest im Sattel – Trockenfrüchte, ein Anflug gereifter Kirsche, Vanillecreme. Komplex, aber die Frage ist: Ist das noch genug Laphroaig? Es geht noch.
Der Abgang ist lang, mit geräuchertem Speck, Pfeffer und einem letzten warnen Rauch. Das Sherry-Finish gibt dem Abgang eine süße Kurve, die sich angenehm hält.
Fazit: Ein guter Whisky – das steht außer Frage. Für eingefleischte Laphroaig-Fans, könnte er zu viel Glattheit mitbringen. Das Marketing-Konzept – keine offiziellen Notes, stattdessen eine Kreativwettbewerb für Fans – ist entweder charmant mutig oder billiger Hype. Wahrscheinlich beides. Den Whisky habe ich versucht unabhägig davon zu beurteilen. Und da lohnt sich ein Glas.

Ich war gestern endlich zum ersten Mal im  in Dresden.Dort hatte ich einen sehr ungewöhnlichen Tomatin, 12 Jahre, Cooper...
13/05/2026

Ich war gestern endlich zum ersten Mal im in Dresden.
Dort hatte ich einen sehr ungewöhnlichen Tomatin, 12 Jahre, Cooper’s Choice aus dem Calvados Cask.
Ungewöhnlich, aber muss ich nicht noch mal haben. Und muss man nicht viel zu sagen.

Dafür war der Laden und das Ambiente recht schön! Schöne Grüße

Ja. Ich bin dem Hype verfallen.Muss ich mich dafür schämen? Ne.Aber genießen.
30/04/2026

Ja. Ich bin dem Hype verfallen.
Muss ich mich dafür schämen? Ne.
Aber genießen.

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Heimerzheim

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