05/10/2026
Dieses Jahr fällt uns das Innehalten zu Erntedank ein Stück schwerer – oder besser gesagt: nachdenklicher. Wenn wir über unsere ausgetrockneten Felder blicken, die in diesem Sommer unter wochenlanger Hitze und Regenlosigkeit gestöhnt haben, zeigt sich die Natur von ihrer unerbittlichsten Seite.
Die Körbe sind in diesem Herbst kleiner. Die Knollen sind winziger, manche Kulturen haben dem Dauerdruck schlicht nicht standgehalten. Der Ertrag liegt weit unter dem, was wir uns erhofft haben und was wir gewohnt sind.
Und doch feiern wir Erntedank.
Denn trotz aller Widrigkeiten ist etwas gewachsen. Jedes Stück Gemüse, jeder Apfel, jedes Korn, das den Hitzestress überstanden hat, ist ein kleines Wunder der Widerstandskraft. Es erinnert uns daran, dass wir eben nicht auf einer Fabrik, sondern auf lebendiger Erde wirtschaften.