Markus Hüls zählt zu einer neuen Winzergeneration, welche die althergebrachten Vorstellungen des Moselweins grundlegend auf den Kopf stellt. Modernste Bewirtschaftungstechniken in der Weinbergsarbeit sind für ihn ebenso wichtig wie traditionelle Ausbaustilistik. Ganz im Gegenteil - unvergleichlich schafft es der junge Weinmacher mit Respekt vor Natur, Region und Tradition seine ganz eigene We
instilistik des Moselweins zu kreieren. Feinfruchtige, mineralische Weine, die mit einer extragroßen Portion Herzblut und Enthusiasmus entstehen. Höchstes Augenmerk legt Markus Hüls auf eine naturnahe Weinbergarbeit nach kontrolliert umweltschonenden Richtlinien. Ziel ist es der Rebe ein natürliches Umfeld zu schaffen, damit diese eine perfekt gesunde Traubenqualität produzieren kann. Nur was die Rebe in Zusammenspiel von Weinberg, Jahrgang und Mikroklima bereits in den Trauben bilden kann, ermöglicht ein komplexes Geschmacksspektrum im späteren Wein. Das Qualitätsmanagment beginnt dabei schon bei der Auswahl des Rebmaterials bei der Rekultivierung alter Weinbergslagen. Gepflanzt werden speziell selektierte Rebpopulationen die auf einer extrem schwachwüchsigen Unterlagsrebe gepfropft werden, so dass mit dem ersten Ertrag erst im fünften Standjahr zu rechnen ist. Ziel dieser weitsichtigen Maßnahme ist eine dauerhafte Ertragsreduzierung der Rebanlage auf die denkbar natürlichste Art und Weise. Ein auf Ertragsreduzierung gewählter Rebanschnitt im Frühjahr und eine konsequente Laubarbeit während der Vegetationsphase der Reben sind dabei weitere Grundlagen für die vielschichtigen, regionalstypischen Moselweine von Markus Hüls. So werden nach erfolgtem Austrieb überschüssige Triebe ausgebrochen und weitere Blätter in der Traubenzone entfernt um für eine bessere Belüftung und für ein optimales Blatt-Fruchtverhältnis zu sorgen. Weiterhin wird den Weinbergen organisches Material wie Humus und Stroh mehrmals jährlich zugeführt. Dies dient einerseits zur Bodenverbesserung als auch zur Steigerung des Wasserhaltevermöges der Weinberge. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Maßnahme: Sie schafft Lebensraum für Nützlinge wie Marien- und Laufkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen anzuziehen - unsere Art der Schädlingsabwehr! Ziel all dieser Handlungen ist es die Weinberge langfristig zu vitalisieren, denn nur in einem gesunden und aktiven Umfeld schafft es die Rebe Trauben von höchster Qualität zu produzieren. Erst wenn die Trauben ihre volle physiologische Reife erreicht haben wird die Lese in Angriff genommen. Dies entscheidet Markus Hüls für jeden Weinberg individuell, in dem er zur Leseperiode mehrmals die Trauben sensorisch bewertet. Erst wenn die Traubenkernreife abgeschlossen ist, sich die Kerne braun verfärbt haben und sich das volle Aromaspektrum der Rebsorte entwickelt hat, beginnt im Weingut Hüls die selektive Handlese der einzelnen Weinberge.