25/08/2026
Achtung, Achtung. Heute, am 26. August findet in Magdeburg ein Migra-Streik statt. Migrantische Gewerbetreibende schließen für einige Stunden ihre Läden und Betriebe. Nicht, weil sie nicht arbeiten wollen. Sondern weil sie gehört werden wollen.
Unterschiedliche Menschen gestalten unsere Stadt mit, schaffen Orte für Begegnung, Kultur und Alltag – und manche erleben gleichzeitig, dass ihre Zugehörigkeit zu Magdeburg und zu dieser Gesellschaft nicht für alle selbstverständlich ist. Rassistische Anfeindungen, Ausgrenzung oder das Gefühl, sich immer wieder erklären und rechtfertigen zu müssen, gehören für manche Menschen zu einer Realität, die viele andere Magdeburger*innen kaum mitbekommen. Gerade weil wir uns täglich begegnen, uns anfreunden, miteinander arbeiten, feiern, einkaufen und diese Stadt miteinander teilen, lohnt es sich, auch die Erfahrungen wahrzunehmen, die im Magdeburger Alltag sonst schnell unsichtbar bleiben.
Heute könnte das an einigen Orten in der Stadt anders sein.
Von 10 bis 15 Uhr wollen migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg freiwillig ihre Geschäfte und Betriebe schließen. Fünf Stunden lang. Gemeinsam. Als Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Ihre geschlossenen Türen sollen sichtbar machen, was schnell unsichtbar bleibt: Hinter Begriffen wie „Migration“ stehen keine abstrakten Gruppen. Da stehen Menschen.
Menschen, die mit uns in der Straßenbahn sitzen. Deren Kinder hier zur Schule gehen. Die unsere Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen sind. Menschen, die morgens ihren Laden in Stadtfeld, Buckau, Sudenburg, der Altstadt oder anderswo in Magdeburg aufschließen und längst Teil dieser Stadt sind.
Zeigt Solidarität. Unterstützt die kleinen Läden auch nach dem Streik weiter und kommt heute 13:00 zur Kundgebung!
O-ton@magdeboogie