05/08/2026
Marketing-Mythos trifft auf Physik! 🧪
Es gibt wohl wenige D***s, deren Entstehung so eng mit einem Gefäß verbunden sind, wie den Moscow Mule. Auch wenn sich heute nicht mehr mit Bestimmtheit sagen kann, ob der Cocktail in Los Angeles oder New York zum ersten Mal getrunken wurde, ist es unstrittig, dass er in den 1940ern als clevere Notverkaufslösung seinen Anfang nahm: Der US-Markeninhaber von Smirnoff Vodka wollte den Verkauf ankurbeln, ein Hersteller von Ginger Beer die US-Bevölkerung für sein Produkt empfänglich machen. Als Dritter im Bunde suchte ein Kupferhersteller nach Absatzmöglichkeiten für seine Produkte. Praktisch dabei: Kupfer leitet Kälte so gut, dass der Drink an den Lippen länger knackig und frisch bleibt.
So entstand dieses „Perfect Match“, auch wenn – kleine Ironie der Geschichte – nicht überliefert ist, wie genau man auf den Namen „Moscow Mule“ kam. Aber bereits 1942 beschrieben ihn die ersten Zeitungsanzeigen als ein neues Getränk, das in Hollywood der Renner sei. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es wieder ruhiger um den Moscow Mule – bis er in den Nullerjahren und dem Wiederstarken von Ginger Beer zum absoluten Liebling und Verkaufsschlager in den Bars wurde.
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