06/07/2026
Hühner-Eiklar besitzt vielfältige Eigenschaften, die bei anderen Eiern fehlen. Das weiß jeder, der einmal versucht hat, Eiklar von Enteneiern zu Schaum zu schlagen: ein Vorhaben, das auch nach stundenlangen Mühen nicht gelingt.
Im Hühner-Eiklar dagegen stecken Proteine, die beim Schlagen gerinnen und dem Schaum Festigkeit geben. Diese Bindekraft wurde auch zur Herstellung von Farben genutzt.
Mit rund 58 Prozent ist das Eiklar Hauptbestandteil eines Hühnereis, es umgibt schützend den Eidotter.
Nebenbei kann man am Zustand des Eiklars so einiges ablesen: Läuft beim Aufschlagen das Eiweiß weit auseinander, ist das Ei älter; bei frischen Eiern zerläuft das dünne Eiklar weniger.
Doch wie bei jeder Faustregel gibt es auch hier Ausnahmen.
Denn vor allem jetzt im Sommer läuft das Eiklar auch bei frischen Eiern weiter auseinander als im Winter.
Das liegt am Durst der Hühner: Wenn es heiß ist, trinken sie größere Mengen Wasser als sonst im Jahr – was sich beim Eiklar niederschlägt, das wässriger wird.
Natürlich läuft in der warmen Jahreszeit der Alterungsprozess der Eier auch schneller ab.
Und nicht zuletzt das Alter der Hühner beeinflusst die Eiweiß-Konsistenz.
Sind die Tiere jung, ist das Eiklar zäher und löst sich mitunter schlecht aus der Schale; bei älteren Hennen fällt es insgesamt dünner aus.