04/10/2026
Bauernmadl
Wusstest Du, dass ich jedes Jahr total gemischte Gefühle am Erntedanksonntag habe?
Ein Tag zum danken, reflektieren und auch immer zum erinnern.
“…diese profitgierigen Bauern”, sagte ein Pfarrer im Erntedank-Gottesdienst als ich in der vierten Klasse war.
Danach fragte ich zuhause nach. Was bedeutet das Wort? Absichtlich viel Gewinn erzielen, erklärte meine Mutter.
Meine Eltern haben damals schon Ochsenfleisch und Kartoffeln direktvermarktet.
Und sie erklärten mir dass Profit, also Gewinn, die Absicht Gewinn zu machen uns meine Kleidung, Schuhe, Fahrrad, Dach über dem Kopf ja unser Leben sichert.
Und dass die Gier in anderen Branchen herrscht. Reich wird man als Landwirt nicht aber reich ist man als Bauer.
Ja und damals diskutierten wir. Wie heute.
Beste Lebensmittel sind Reichtum. In der Natur zu Arbeiten ist Reichtum.
Gierig sind wir Landwirte nicht. Wir sind privat für unser Tun haftbar. Verantwortung übernehmen und einstehen bedeutet das.
Unser Selbstverständnis. Werte. Weitergeben.
Ein Landwirt, ein Bauer hat das Ziel Gewinne zu machen. Er will leben, überleben, aufbauen, erhalten, weitergeben und nicht untergehen.
Und Gewinn ist das negativ? Es bedeutet auch nur, dass der Ertrag der gemacht wurde höher liegt als der Aufwand. Also kein Minus zu machen.
Warum sollen Bauern auf ihren Kosten sitzen bleiben?
Sollen wir arbeiten für Gotteslohn? Auch ein Priester bekommt für seine Arbeit, also seinen Aufwand ein Gehalt.
Egal.
Money is one thing… but the other side…
365 Tage im Jahr stehen Landwirte mit Tieren und unserer Natur im Dienst und haben somit Arbeit, Arbeit die früher wie heute wohl viel Mühe und Leidenschaft erfordern.
Gesehen und gehört wird es in unserer heutigen Welt nicht arg. It’s not on vouge! Und war es noch nie. “Bauernmadl, Bauer, Bauernkind”, sind und waren immer im urbanen Raum Schimpfwörter.
Mobbing, bashing, stigmatisiert.
Doch jeden Tag schließen Höfe, die uns ernähren, doch wir Menschen ernähren diese Höfe nicht mehr.
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Erntedank und GottseiDank