23/11/2025
🐎Wieviel Bewegung ist Bewegung genug? 🐎
Der Königsbusch steht ja seit 30 Jahren für artgerechte Pferdehaltung – früher mit Offenstallhaltung und viel Fläche, seit 11 Jahren mit Leben auf Paddock Trails. So wird u.a. viel selbstbestimmte Bewegung gewährleistet für ein zufriedenes, gesundes Pferdeleben.
Und nun haben mir meine Rösser mal wieder eine Lektion in Sachen Bewegung und Gesundheit erteilt. Genauer gesagt: Mr.Paint.
Er ist ein Bewohner unserer Rentnergruppe. Auf deren Paddock stehen Offenstall und Heuraufe in 90m Abstand zueinander, irgendwo dazwischen befinden sich Wasser, Freßpaddocks, Wälzplatz und Äste. 1km Trail gehört auch noch dazu. Es gibt also viel Platz und Anreize zur Bewegung. :-)
4Mal am Tag gibt es Heucobs für die beiden über 30jährigen; Mr.Paint als einziger Zahnträger der Gruppe braucht noch keine Cobs, holt sich aber zur Gesellschaft immer ein Händchen voll davon ab.
Aus betrieblichen Gründen habe ich neulich den Trailzugang für 10 Tage gesperrt und auch die Weidefläche auf ca 2500qm direkt neben dem Paddock begrenzt. 3000qm Paddockfläche + 2500qm Weide sind doch schon ganz ordentlich für die Drei, oder? Also kein Problem. Dachte ich.
Am 2. Tag der Einschränkung kam Mr.Paint nur zögerlich zum Gesellschaftsfutter, ab dem 3. Tag blieb er einfach an der Heuraufe stehen. Es gab einen neuen Heuballen, der war wohl sehr lecker. Kein Ding. Dachte ich.
Dann konnte ich die Sperrung wieder aufheben und die 3 Zausels zogen bald los auf einen Rundgang, auch gab es wieder Zugang zur Koppel am Ende des Trails. Am nächsten Tag wartete Mr.Paint wieder an seiner Schüssel, am übernächsten kam er im Galopp! 😮
Da hatte ich wohl falsch gedacht und die vorübergehende Bewegungseinschränkung war eben doch ein Problem.. Sie hat dem Mr.Paint wohl knirschende Knochen beschert, so daß er nicht gerne laufen mochte. Und nun, da er zur Koppel wieder 500m hin- und zur Futterzeit wieder zurückspazieren darf, sind die Gelenke wieder geschmiert und er guckt wieder gut gelaunt aus dem Fell.
Lektion: Bewegung ist das Lebenselixier unserer Pferde. Und es ist nicht an uns Menschen zu bestimmen, wieviel „genug“ ist.
So, ich geh dann mal raus, um meinen Pferden zu Bewegung zu verhelfen...