08/08/2023
Endlich! Nach langer Regenphase hatten wir am Samstag Nachmittag endlich Glück und konnten zumindest schon einmal Dinkel und Weizen von unseren Feldern ernten.
In diesem Jahr haben wir auf unseren alten John Deere 360 aus den 70ern zum Dreschen verzichtet und konnten zum Glück auf die Dienste eines Lohnunternehmers zurückgreifen. Spannend ist zu sehen, wie viele Bauteile eigentlich exakt gleich zwischen Baujahr 1974 und Baujahr 2017 sind. Mit 7,60m Arbeitsbreite hat der moderne John Deere natürlich ein Vielfaches an Schlagkraft.
Der Dinkel stand sehr gut. Wir waren gerade noch rechtzeitig dran, dass das Unkraut nicht durchgewachsen ist. Wir sind mit dem Ertrag zufrieden. Beim Weizen war das Unkraut schon stärker durchgewachsen, aber auch noch gerade akzeptabel. Hier sind wir mit dem Ertrag angesichts unserer schwachen Böden und eher überschaubarer Düngung, ausschließlich mit dem Mist unserer Tiere, sehr zufrieden.
Jetzt geht es daran, dass wir die Ernte verarbeiten. Der Weizen kommt für unsere Hühner, Gänse und Co. als Futter zum Einsatz. Durch die lange Regenperiode haben wir leider den optimalen Schnittzeitpunkt verpasst, dass eine Brotgetreidenutzung denkbar wäre.
Beim Dinkel prüfen wir die Qualität noch einmal, ob es nicht vielleicht doch für das Brptgetreide reicht. Hier ist in jedem Fall die Herausforderung, dass wir den Dinkel vor der Nutzung entspelzen müssen. Da suche ich jetzt jemanden, der das im Lohn übernimmt. Die Dinkelspelzen wiederum finde bei uns übrigens Verwendung als Einstreu in den Legenestern unserer Hühner.
Bemerkenswert ist auch noch, dass unsere Felder direkt nach dem Dreschen mit Abstand die grünsten Felder waren: das Kleegras vom letzten Jahr hatte sich wie eine Untersaat wieder ein wenig durchgesetzt, sodass es zwischen den Getreidestoppeln überall grünt. So ist sichergestellt, dass der Boden auch weiterhin komplett bedeckt bleibt und wir kein Risiko von unnötigen Wasserverlusten haben.