03/09/2026
💜 24/365 Tage deutsche Landwirtschaft - Heute wird aus Rotkraut ein Hauptgericht!
Ich bin noch immer im Heilbronner Land unterwegs – und auch heute beginnt mein Essen nicht mit der Frage: *Was möchte ich kochen? Sondern mit der Frage: Was wächst jetzt, was bekomme ich aus möglichst regionaler Herkunft – und was kann ich daraus machen?
Heute fällt meine Wahl auf Rotkraut auf dem Wochenmarkt in Heilbronn gekauft. Daraus mache ich etwas, das mit dem klassischen, lange geschmorten Rotkraut nur noch wenig zu tun hat:
🍽️ Geröstete Rotkraut-Steaks mit Apfel, Feta und Walnüssen auf Senf-Joghurt - natürlich aus meiner eierlegenden Wollmilchsau - der Heißluftfritteuse.
Zutaten für 2 Portionen
💜 ca. 600 g Rotkraut
🍎 1 säuerlicher Apfel
🧀 100–120 g Feta
🌰 20–25 g Walnüsse
🥛 150 g Naturjoghurt
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1–1½ EL Rapsöl
1–2 TL Apfelessig
etwas Thymian
Salz und schwarzer Pfeffer
So geht's
Vom Rotkraut lediglich die äußeren oder beschädigten Blätter entfernen. Dann quer in etwa 2–2,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Wichtig: Den Strunk nicht vollständig herausschneiden. Er sorgt dafür, dass die einzelnen „Steaks“ zusammenhalten. Die Scheiben vorsichtig mit Rapsöl bepinseln und mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen.
Und ab in meine geliebte Heißluftfritteuse:
🔥 185 °C – zunächst 12 Minuten. Anschließend vorsichtig wenden und weitere 5–6 Minuten rösten. Ich möchte schöne Röstaromen an den Rändern, aber innen darf das Rotkraut durchaus noch etwas Biss haben.
Währenddessen den Apfel in kleine Würfel oder feine Spalten schneiden, den Feta zerbröseln und die Walnüsse grob hacken. In den letzten 3–4 Minuten Apfel, Feta und Walnüsse auf das Rotkraut geben und kurz mitrösten.
Für den Senf-Joghurt Naturjoghurt mit Senf, Honig und Apfelessig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Joghurt auf den Teller geben, das geröstete Rotkraut daraufsetzen und nach Belieben mit etwas Thymian oder Petersilie abschließen. Fertig 💜
💶 Kosten: etwa 2–2,75 € pro Portion
🔥 Energiewert: etwa 390–430 kcal pro Portion
Und genau das mag ich an meiner täglichen Reise durch die deutsche Landwirtschaft: Ein vertrautes Produkt – aber einfach einmal anders gedacht.
Übrigens: Warum ich hier im Südwesten von Rotkraut spreche, während anderswo Rotkohl oder sogar Blaukraut auf den Tisch kommt, und was das alles mit Tradition zu tun hat, das erzähle ich Euch heute drüben bei 👉 BEW - Beate E. Wimmer - Mobil unterwegs
Und jetzt interessiert mich noch: Wie esst Ihr Rotkraut am liebsten – ganz klassisch oder würdet Ihr meine gerösteten Rotkraut-Steaks ausprobieren?
Bitte denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!
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