B.E.W-Küche GenussKultur

B.E.W-Küche GenussKultur Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt. Landwirtschaft, Herkunft, Lebensmittel & meine Küche - GenussKultur by BEW Kochen ist für mich Meditation!

Hier geht es um Kochen, Essen und Genießen. Neben Wein (beruflich) ist Kochen meine Leidenschaft geworden. Und das schon mal vorweg: ich bin Laie, kein Profi und Autodidakt. Ich habe Spass am Kochen und probiere gerne aus. Ich lerne immer wieder von meinen großen Vorbildern. Dazu gehören Johann Lafer genau so wie Johannes Guggenberger von Stuttgart Cooking. Einem guten Wein verschließe ich mich ni

cht und saisonal, regionales Food ist mir wichtig. Gerne darf es auch gute Ware aus dem Ausland sein, wie z.B. Mango und Papaya aus Südamerika. Ich bezeichne mich selbst als Flexitarier und esse gerne ab und an Fleisch und Fisch. Dabei ist für mich selbstverständlich, dass das Tier ein Leben vor dem Tod hatte. Respekt vor jeder Kreatur ist für mich ein MUSS! Ich verwende fast ausschließlich die Gewürze von Ingo Holland und bediene mich gerne feinstem Olivenöl. Momentan sind meine Favoriten Nico Psaltiras aus Griechenland sowie die Olivenöle von Berlich aus Istrien, Kroatien. Gute Freunde lade ich nicht mehr zum Essen ein, sondern zum Kochen. Und dazu kredenze ich immer wieder gerne einen guten Tropfen Wein. Gewagte Kombis sind da nicht selten. Gerne kombiniere ich Essen mit Wein. Gute Kochsendungen verschlinge ich!

💜 24/365 Tage deutsche Landwirtschaft - Heute wird aus Rotkraut ein Hauptgericht!Ich bin noch immer im Heilbronner Land ...
03/09/2026

💜 24/365 Tage deutsche Landwirtschaft - Heute wird aus Rotkraut ein Hauptgericht!

Ich bin noch immer im Heilbronner Land unterwegs – und auch heute beginnt mein Essen nicht mit der Frage: *Was möchte ich kochen? Sondern mit der Frage: Was wächst jetzt, was bekomme ich aus möglichst regionaler Herkunft – und was kann ich daraus machen?

Heute fällt meine Wahl auf Rotkraut auf dem Wochenmarkt in Heilbronn gekauft. Daraus mache ich etwas, das mit dem klassischen, lange geschmorten Rotkraut nur noch wenig zu tun hat:

🍽️ Geröstete Rotkraut-Steaks mit Apfel, Feta und Walnüssen auf Senf-Joghurt - natürlich aus meiner eierlegenden Wollmilchsau - der Heißluftfritteuse.

Zutaten für 2 Portionen
💜 ca. 600 g Rotkraut
🍎 1 säuerlicher Apfel
🧀 100–120 g Feta
🌰 20–25 g Walnüsse
🥛 150 g Naturjoghurt
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1–1½ EL Rapsöl
1–2 TL Apfelessig
etwas Thymian
Salz und schwarzer Pfeffer

So geht's
Vom Rotkraut lediglich die äußeren oder beschädigten Blätter entfernen. Dann quer in etwa 2–2,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Wichtig: Den Strunk nicht vollständig herausschneiden. Er sorgt dafür, dass die einzelnen „Steaks“ zusammenhalten. Die Scheiben vorsichtig mit Rapsöl bepinseln und mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen.

Und ab in meine geliebte Heißluftfritteuse:
🔥 185 °C – zunächst 12 Minuten. Anschließend vorsichtig wenden und weitere 5–6 Minuten rösten. Ich möchte schöne Röstaromen an den Rändern, aber innen darf das Rotkraut durchaus noch etwas Biss haben.

Währenddessen den Apfel in kleine Würfel oder feine Spalten schneiden, den Feta zerbröseln und die Walnüsse grob hacken. In den letzten 3–4 Minuten Apfel, Feta und Walnüsse auf das Rotkraut geben und kurz mitrösten.

Für den Senf-Joghurt Naturjoghurt mit Senf, Honig und Apfelessig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Joghurt auf den Teller geben, das geröstete Rotkraut daraufsetzen und nach Belieben mit etwas Thymian oder Petersilie abschließen. Fertig 💜

💶 Kosten: etwa 2–2,75 € pro Portion
🔥 Energiewert: etwa 390–430 kcal pro Portion

Und genau das mag ich an meiner täglichen Reise durch die deutsche Landwirtschaft: Ein vertrautes Produkt – aber einfach einmal anders gedacht.

Übrigens: Warum ich hier im Südwesten von Rotkraut spreche, während anderswo Rotkohl oder sogar Blaukraut auf den Tisch kommt, und was das alles mit Tradition zu tun hat, das erzähle ich Euch heute drüben bei 👉 BEW - Beate E. Wimmer - Mobil unterwegs

Und jetzt interessiert mich noch: Wie esst Ihr Rotkraut am liebsten – ganz klassisch oder würdet Ihr meine gerösteten Rotkraut-Steaks ausprobieren?

Bitte denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!



‼️ Lust auf mehr regionale und saisonale Ideen?

Dann folgt und abonniert die BEW-Küche. Hier zeige ich Euch 365 Tage, was aus den Produkten unserer Landwirtschaft auf dem Teller entstehen kann.

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So helft Ihr mit, Lebensmitteln, ihren Erzeugern und unserer deutschen Landwirtschaft mehr Aufmerksamkeit zu geben. 🌱

Aus B.E.W.-Küche wird GenussKultur ❤️❤️❤️ Vom Einkauf auf den Teller 🍅🥩🌽365 Tage deutsche Landwirtschaft – und was darau...
02/09/2026

Aus B.E.W.-Küche wird GenussKultur ❤️❤️❤️ Vom Einkauf auf den Teller 🍅🥩🌽

365 Tage deutsche Landwirtschaft – und was daraus in meiner Küche wird.

Ich bin mit meinem Wohnmobil unterwegs und schaue, was Felder, Höfe, Wochenmärkte und regionale Erzeuger gerade zu bieten haben.

Ich kaufe ein, frage nach der Herkunft und anschließend wird gekocht – in meiner kleinen Wohnmobilküche.

Gemüse und Obst genauso wie Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte oder Getreide. Regional und saisonal, wo immer es möglich und sinnvoll ist.

Dazu gibt es Rezepte, Warenkunde, Preise und Wissenswertes rund um unsere Lebensmittel.

Ohne Dogmen, dafür mit Neugier, Respekt und Wertschätzung für diejenigen, die unsere Lebensmittel erzeugen. Denn Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt.

Boden | Handwerk | Herkunft | Begegnung | Verantwortung



Foto ©Barbara Schmitz, Düsseldorf

🌱 GenussKultur – Tag 22/365 | 2. September 2026Spitzkohl – ein heimisches Gemüse, das mehr Aufmerksamkeit verdientGester...
02/09/2026

🌱 GenussKultur – Tag 22/365 | 2. September 2026

Spitzkohl – ein heimisches Gemüse, das mehr Aufmerksamkeit verdient

Gestern hat der September bei mir mit Kürbis begonnen. Heute möchte ich einem Gemüse die Bühne geben, das deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt, obwohl Kohl seit Generationen zu unserer Landwirtschaft und Küche gehört: dem Spitzkohl.

Ich finde, gerade solche Lebensmittel gehören in meine „365 Tage deutsche Landwirtschaft“. Denn ich möchte nicht jeden Tag nach dem Außergewöhnlichen suchen. Mich interessiert genauso, was ganz selbstverständlich auf unseren Feldern wächst – und was wir daraus machen können.

Spitzkohl ist für mich dabei eine wunderbare Entdeckung. Er ist feiner und zarter als viele andere Kopfkohle und braucht gar keine schwere Sauce oder lange Garzeit. Deshalb kommt er heute bei mir in die Heißluftfritteuse. Kräftig geröstet, außen ein wenig knusprig und innen noch saftig. Dazu gibt es Apfel und Zwiebel sowie eine frische Senf-Kräuter-Creme.

Und hinter diesem vermeintlich einfachen Kohl steckt eine erstaunliche Geschichte: Pflanzenzüchtung und Sortenvielfalt. Denn Kohl zeigt besonders eindrucksvoll, was Menschen über viele Generationen aus einer Pflanzenart entwickelt haben. Bei den verschiedenen Kohlformen wurden jeweils andere Eigenschaften und Pflanzenteile durch Auswahl und Züchtung besonders ausgeprägt. So entstanden Gemüse, die auf den ersten Blick kaum noch miteinander verwandt erscheinen.

Für mich ist das ein weiterer Aspekt von Landwirtschaft, über den wir viel zu selten nachdenken: Unsere Lebensmittel sind nicht einfach irgendwann entstanden. In vielen von ihnen stecken Generationen von Erfahrung, Auswahl und züchterischer Arbeit.

🥬 Mein heutiges Rezept: Gerösteter Spitzkohl mit Apfel & Senf-Kräuter-Creme

Für 2 Portionen brauche ich:

* ca. 500–600 g Spitzkohl
* 1 säuerlichen Apfel
* 1 mittelgroße Zwiebel
* 1–1½ EL Rapsöl
* Salz und Pfeffer
* etwas Kümmel nach Geschmack
* 150 g Quark oder griechischen Joghurt
* 1 TL mittelscharfen Senf
* etwas Zitronensaft
* frische Petersilie oder Schnittlauch
* optional einige Walnüsse

Den Spitzkohl lasse ich am Strunk zusammen und schneide ihn in etwa vier kräftige Spalten. Mit wenig Rapsöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei 185 °C etwa 12–15 Minuten in der Heißluftfritteuse rösten. Nach etwa der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.

Apfel und Zwiebel in Spalten schneiden und für die letzten 6–8 Minuten mit in die HLF geben. Dabei immer wieder kontrollieren – der Kohl soll deutliche Röstaromen bekommen, aber nicht verbrennen.

Für die Creme Quark oder Joghurt mit Senf, Zitronensaft und reichlich Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf dem Teller kommt die Senf-Kräuter-Creme unter oder neben den heißen Spitzkohl. Apfel und Zwiebeln dazugeben und, wenn vorhanden, ein paar grob gehackte Walnüsse darüberstreuen.

Der Kontrast gefällt mir besonders: warmer, leicht süßlicher Kohl, säuerlicher Apfel, etwas Schärfe vom Senf und die frische Creme.

Energiewert: etwa 400–450 kcal pro Portion mit Quark und Walnüssen; ohne Walnüsse entsprechend weniger.
Kosten: ungefähr 2,50–3,50 € pro Portion, abhängig von Einkauf und Zutatenbestand.

Und denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!

🌱 21/365 Tage deutsche Landwirtschaft🎃 Kürbis, Kartoffel & Apfel – wenn der Spätsommer langsam nach Herbst schmecktDer S...
01/09/2026

🌱 21/365 Tage deutsche Landwirtschaft

🎃 Kürbis, Kartoffel & Apfel – wenn der Spätsommer langsam nach Herbst schmeckt

Der September beginnt – und langsam verändert sich auch das Angebot aus unserer Landwirtschaft. Noch ist der Sommer nicht vorbei, aber die ersten kräftigen Herbstboten sind längst da. Einer davon ist kaum zu übersehen: der Kürbis.

Genau diesen Übergang möchte ich heute auf meinen Teller bringen. Hokkaido, Kartoffeln und Apfel – drei heimische Produkte, die wunderbar zeigen, wie Spätsommer und Frühherbst ineinander übergehen. Und nachdem Feta in meiner Küche in den vergangenen Wochen ziemlich häufig zu Gast war, bleibt er heute ganz bewusst draußen. 😄 Denn regional und saisonal zu kochen bedeutet für mich auch, die Vielfalt unserer Lebensmittel tatsächlich zu nutzen.

Heute gibt es deshalb knusprige Hokkaido-Kartoffel-Rösti aus der Heißluftfritteuse mit Apfel-Senf-Schmand.

Für zwei Portionen brauche ich
etwa 300 g Hokkaido
250 g Kartoffeln
eine kleine Zwiebel
ein Ei
1–2 EL feine Haferflocken oder etwas Speisestärke
nach Belieben Salz, Pfeffer und Muskat
sowie wenig Rapsöl

Für den Dip nehme ich
150 g Schmand oder saure Sahne
einen halben säuerlichen Apfel
1 TL Senf
etwas Zitronensaft
frische Kräuter.

Hokkaido waschen, entkernen und grob raspeln – die Schale darf dranbleiben. Kartoffeln ebenfalls raspeln und anschließend gut ausdrücken. Zwiebel fein schneiden und alles mit Ei und Haferflocken vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, kleine flache Rösti formen und ganz leicht mit Rapsöl bepinseln. In meiner Heißluftfritteuse werden sie bei 190 Grad etwa 15–18 Minuten knusprig; nach ungefähr der Hälfte der Zeit wende ich sie.

Für den Dip den Apfel fein würfeln oder raspeln, sofort mit etwas Zitronensaft vermengen und mit Schmand, Senf und frischen Kräutern verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig.

Und während die Rösti in der Heißluftfritteuse knusprig werden, beschäftigt mich heute noch ein anderer Gedanke: Saisonalität endet nicht mit der Ernte. Gerade der Kürbis zeigt sehr schön, welche Bedeutung die Lagerfähigkeit eines Lebensmittels hat. Gut ausgereifte und unbeschädigte Winterkürbisse können richtig gelagert noch lange nach ihrer Ernte gegessen werden.

Vorratshaltung war über Generationen ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Ernährung. Heute können wir praktisch jederzeit alles kaufen – und vielleicht haben wir deshalb ein wenig aus dem Blick verloren, welchen Wert Lebensmittel besitzen, die uns über Wochen und Monate versorgen können.

Ich kaufe Lebensmittel, und ich benutze dieses Wort ganz bewusst: Mittel zum Leben. Dahinter stehen Boden, Saatgut, Wetter, Wissen, Arbeit, Ernte und schließlich auch die richtige Lagerung. Je mehr ich mich auf meiner Reise durch die deutsche Landwirtschaft damit beschäftige, desto bewusster wird mir, wie viel hinter einem vermeintlich einfachen Lebensmittel steckt. Heute liegen gleich mehrere davon auf meinem Teller: Kürbis, Kartoffel und Apfel – ein kleiner Vorgeschmack auf den Herbst.

💶 Kosten: etwa 2,50–3,50 € pro Portion
🔥 Energiewert: etwa 500–550 kcal pro Portion

Und denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!

🌽 20/365 Tage deutsche LandwirtschaftZuckermais – ein Stück Spätsommer auf dem TellerWenn ich derzeit durch die Landscha...
31/08/2026

🌽 20/365 Tage deutsche Landwirtschaft

Zuckermais – ein Stück Spätsommer auf dem Teller

Wenn ich derzeit durch die Landschaft fahre, komme ich an Mais kaum vorbei. Die hohen Pflanzen prägen vielerorts unsere Felder.

Aber ACHTUNG: Mais ist nicht gleich Mais! Was wir jetzt auf den Feldern sehen, ist in aller Regel nicht der Mais, den wir als Kolben auf den Grill oder in die Heißluftfritteuse legen.

Ein Blick auf die Zahlen macht das deutlich: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wuchs 2025 in Deutschland auf rund 1,96 Millionen Hektar Silomais und auf knapp 490.000 Hektar Körnermais. Zuckermais dagegen wurde lediglich auf rund 2.120 Hektar angebaut. Bezogen auf diese Maisflächen entspricht das gerade einmal rund 0,1 Prozent.

Der frische Maiskolben auf unserem Teller ist also tatsächlich die große Ausnahme.

Warum? Zuckermais ist eine andere Nutzungsform des Maises. Seine Körner enthalten mehr Zucker und er wird geerntet, solange sie noch zart und saftig sind. Wartet man zu lange, verliert er genau das, was ihn so besonders macht. Und jetzt, Ende August, ist seine Zeit.

Die meisten von Euch wissen inzwischen, was für mich hinter meinen 365 Tagen deutsche Landwirtschaft steht: Nicht zuerst überlegen, was ich kochen möchte, sondern schauen, was unsere Landwirtschaft gerade hervorbringt.

Besonders spannend wird es für mich, wenn ich mit den Produzenten ins Gespräch komme oder ihnen direkt bei der Arbeit zuschauen kann. Zu erfahren, wie etwas angebaut wird, wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist und wie viel Arbeit darin steckt, verändert auch meinen Blick auf das Lebensmittel. Denn Genuss beginnt lange bevor er auf dem Teller liegt.

🌽 Mein kulinarischer Tipp für heute: Gerösteter Zuckermais mit Kräuterbutter, Feta & Tomaten

Die Tomaten habe ich am Samstag in ihrer ganzen Vielfalt direkt auf dem Wochenmarkt gekauft. Zusammen mit dem süßlichen, gerösteten Mais, der Kräuterbutter und dem leicht salzigen Feta entsteht daraus tatsächlich eine kleine Aromenexplosion.

Für 2 Personen

2 frische Zuckermaiskolben
250 g aromatische Tomaten
80 g Feta
20 g Butter
1 kleine Knoblauchzehe
Petersilie oder Schnittlauch
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

So mache ich es:
Die Maiskolben dünn mit etwas Butter bestreichen und in der Heißluftfritteuse bei 190 °C etwa 14–18 Minuten rösten. Zwischendurch mehrmals drehen. Sie dürfen ruhig ein paar schöne braune Stellen bekommen, denn die sorgen für zusätzliche Röstaromen.

Die restliche weiche Butter mit fein gehackten Kräutern, etwas Knoblauch und Zitronenabrieb vermengen.

Die Tomaten schneiden, leicht salzen und auf dem Teller anrichten.

Den heißen Mais mit der Kräuterbutter bestreichen, den Feta darüber bröseln und zusammen mit den Tomaten servieren. Wer mag, gibt zum Schluss noch einen Spritzer Zitronensaft oder etwas frischen Zitronenabrieb darüber.

💶 Preis:
Etwa 3,50–4,50 € für zwei Personen, abhängig davon, wo Ihr Mais, Tomaten und Feta kauft.

Meine Erfahrung ist: Direkt beim Produzenten einzukaufen, lohnt sich häufig gleich mehrfach. Ich bekomme dort Lebensmittel, die oft erst kurz zuvor geerntet wurden – und vor allem kann ich nachfragen: Woher kommt es? Wie wurde es angebaut? Wann wurde es geerntet? Genau diese Nähe zum Erzeuger gehört für mich zur GenussKultur dazu.

🔥 Energiewert:
ungefähr 400 kcal pro Person

Ein einfaches Essen mit wenigen Zutaten. Und gerade deshalb kommt es darauf an, welche Qualität diese Zutaten haben und woher sie kommen.

Mein Tipp für heute: Schaut auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen nach Zuckermais aus regionalem Anbau. Und fragt ruhig einmal nach, wann er geerntet wurde.

Denn nach der Ernte wird ein Teil des Zuckers nach und nach in Stärke umgewandelt. Gerade beim Zuckermais gilt deshalb: Je frischer, desto besser.

So schmeckt Ende August: süßlich, würzig, aromatisch und wunderbar spätsommerlich 🌽🍅

GenussKultur – Tag 19/365Zander aus dem Neckar - gestern war ich auf dem Heilbronner Wochenmarkt bei Fisch Seibold. Wied...
30/08/2026

GenussKultur – Tag 19/365

Zander aus dem Neckar - gestern war ich auf dem Heilbronner Wochenmarkt bei Fisch Seibold. Wiederholt wollte ich ganz bewusst nicht mit einem fertigen Rezept im Kopf einkaufen. Ich wollte wissen: Was ist da? Was ist frisch? Und vor allem: Woher kommt der Fisch? Die Antwort lag schließlich vor mir: Zander aus dem Neckar.

Und damit war nicht nur mein Essen für heute entschieden, sondern auch mein Sonntagsthema für „GenussKultur – 365 Tage deutsche Landwirtschaft“. Denn während viele von uns bei Kartoffeln, Gemüse, Fleisch oder Wein inzwischen sehr selbstverständlich nach Herkunft und Erzeugern fragen, scheint mir das bei Fisch häufig wesentlich schwieriger. Dabei lohnt es sich gerade hier, genauer hinzuschauen.

Wildfang oder Aquakultur – was ist eigentlich besser?

Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Und ich finde, wir sollten auch nicht versuchen, die eine Form grundsätzlich gegen die andere auszuspielen. Beim Wildfang kommt es unter anderem darauf an, aus welchem Bestand der Fisch stammt, wie dieser Bestand bewirtschaftet wird und mit welcher Methode gefangen wird. Ein Fisch ist nicht allein deshalb nachhaltig, weil er wild gelebt hat.

Auch Aquakultur ist nicht automatisch gut oder schlecht. Sie kann Wildbestände entlasten und ermöglicht eine planbare Erzeugung von Fisch. Gleichzeitig stellen sich Fragen nach Besatzdichte, Fütterung, Wasserqualität, Tiergesundheit und den Auswirkungen einer Anlage auf ihre Umgebung. Entscheidend ist also auch hier, WIE und WO produziert wird.

Mein Zander macht diese eher abstrakte Diskussion plötzlich sehr konkret. Er stammt aus dem Neckar. Aus jenem Fluss, der diese Region prägt, an dessen Ufern Wein wächst, Landwirtschaft betrieben wird, Menschen leben und arbeiten – und der eben auch Lebensraum für Fische ist.

Ich finde diesen Gedanken faszinierend: Der Neckar ist nicht nur Landschaft, Verkehrsweg und Kulisse. Er kann auch Herkunft eines Lebensmittels sein.

Genau deshalb möchte ich heute keine pauschale Antwort darauf geben, ob Wildfang oder Aquakultur grundsätzlich die bessere Wahl ist. Viel wichtiger erscheint mir, woher der Fisch kommt. Ist es Wildfang oder Aquakultur? Wie wurde er gefangen oder aufgezogen? Wie steht es um den jeweiligen Wildbestand? Und gibt es vielleicht sogar eine regionale Alternative?

Denn auch hier gilt für mich wieder: Lebensmittel ist ein Mittel zum Leben. Wer nach ihrer Herkunft fragt, beginnt zu verstehen, wie viel Natur, Arbeit, Wissen und Verantwortung dahinterstehen.

🐟 Heute in meiner BEW-Küche

Und weil dieser Zander heute die Hauptrolle spielt, möchte ich ihn auch auf dem Teller nicht verstecken. Ich bereite ihn möglichst pur zu und serviere dazu einen lauwarmen Kartoffel-Fenchel-Dill-Salat.

Für 2 Portionen nehme ich etwa 350–400 g Zanderfilet, 400 g Kartoffeln, 1 kleine Fenchelknolle, 1 kleine rote oder weiße Zwiebel, reichlich frischen Dill, 1 Bio-Zitrone, 1 TL Senf, 2 EL Raps- oder Olivenöl, etwas guten Essig, Salz und Pfeffer.

Die Kartoffeln koche ich bissfest und schneide sie noch warm in Scheiben. Den Fenchel schneide ich sehr fein – etwas Fenchelgrün unbedingt aufheben – und gebe ihn zusammen mit der fein geschnittenen Zwiebel zu den Kartoffeln. Aus Senf, Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb, Essig und Öl entsteht das Dressing. Alles vorsichtig vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss reichlich Dill und Fenchelgrün dazugeben. Der Salat darf ruhig noch lauwarm sein, wenn der Fisch auf den Teller kommt.

Den Zander tupfe ich trocken, würze ihn mit wenig Salz und brate ihn mit der Hautseite zuerst in wenig Öl. Dabei soll die Haut schön knusprig werden, während das Fleisch saftig bleibt. Erst ganz zum Schluss wird er kurz auf die Fleischseite gedreht. Mehr braucht ein guter Fisch für mich nicht. Ein wenig Zitrone dazu – fertig.

So treffen heute auf meinem Teller zwei ganz unterschiedliche Teile unserer heimischen Lebensmittelerzeugung zusammen: Kartoffeln und Fenchel vom Acker – und Zander aus dem Neckar.

Und vielleicht ist genau das die Geschichte dieses Sonntags: Regionalität endet nicht am Feldrand.

Ich wünsche Euch einen genussvollen Sonntag 😋☀️🚐💚🍀🐾

26/08/2026

🌱 GenussKultur – Tag 15

Ich bin inzwischen in der Privatkellerei Eberbach-Schäfer in Lauffen angekommen. Draußen ist es grau und regnerisch – ein Tag, an dem ich keine große Lust auf sommerliche Salate oder kalte Küche habe. Ich spüre die Lust auf eine wärmende Suppe.

Und damit landet heute ein Lebensmittel in meinem Topf, das wie kaum ein anderes zur schwäbischen Küche gehört: die Linse. Bei Linsen denken viele hier in Württemberg wahrscheinlich sofort an Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen. Ich heute nicht. Denn die Linse kann viel mehr – und genau deshalb bekommt sie bei „GenussKultur – 365 Tage deutsche Landwirtschaft“ ihren eigenen Tag.

🥣 Meine Linsensuppe mit Kartoffeln und Wurzelgemüse

Für etwa 2 große Portionen:

🫘 150 g braune oder grüne Linsen – ich verwende heute Hausener Linsen direkt vom Erzeuger
🥔 250 g Kartoffeln
🥕 2 Möhren
🌿 ca. 100 g Knollensellerie
🧅 1 Zwiebel
🥄 1 EL Tomatenmark
🌿 glatte Petersilie
🍋 1 Bio-Zitrone
🥄 1 EL Rapsöl
ca. 750 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer
nach Geschmack etwas Majoran

👩‍🍳 Und so geht's: Zwiebel fein würfeln, Möhren, Sellerie und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden. Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und zunächst die Zwiebel glasig werden lassen. Möhren und Sellerie dazugeben und einige Minuten mitrösten. Dann das Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls kurz anrösten.

Die gewaschenen Linsen in den Topf geben, mit der Gemüsebrühe auffüllen und das Lorbeerblatt dazugeben. Nach etwa 10 Minuten kommen die Kartoffeln hinein. Alles sanft köcheln lassen, bis Linsen und Kartoffeln gar sind. Die genaue Garzeit hängt von der Linsensorte ab. Für meine Hausener Linsen empfiehlt der Erzeuger eine Garzeit von 20 bis 30 Minuten. Erst zum Schluss mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Majoran abschmecken.

Und dann kommt für mich etwas Entscheidendes: Säure. Ein wenig Zitronensaft oder ein guter Essig macht aus der eher erdigen Linsensuppe plötzlich etwas wunderbar Lebendiges. Besonders gerne gebe ich noch etwas frisch geriebene Schale einer Bio-Zitrone darüber. Frische Petersilie dazu – fertig.

🌱 Aber woher kommen eigentlich meine Linsen?
Und genau hier beginnt für mich heute der eigentlich interessante Teil der Geschichte. Bei Kartoffeln, Äpfeln oder Tomaten fragen wir inzwischen relativ selbstverständlich nach regionaler Herkunft. Aber bei Linsen? Wo sind sie gewachsen? Wie wurden sie angebaut? Kommen sie aus Deutschland? Aus Baden-Württemberg? Vielleicht sogar aus der Region, in der ich mich gerade befinde? Oder haben sie bereits Tausende Kilometer zurückgelegt, bevor sie in meinem Topf landen?

Genau solche Fragen möchte ich mit „GenussKultur – 365 Tage deutsche Landwirtschaft“ stellen. Deshalb habe ich mich trotz des Regens auf den Weg gemacht und einen Linsenanbauer besucht. Fündig geworden bin ich beim Kartoffelbau Schmoll Hofladen in Brackenheim-Hausen. Dort habe ich meine Hausener Linsen direkt beim Erzeuger gekauft – und natürlich wollte ich mehr wissen: Wie funktioniert Linsenanbau bei uns? Welche Sorten wachsen hier? Wie werden sie angebaut und geerntet? Welche Rolle spielen Hülsenfrüchte in der Fruchtfolge? Und kann sich der Anbau wirtschaftlich überhaupt rechnen? Über meinen Besuch und das, was ich dort erfahren habe, werde ich noch gesondert berichten.

Die Linse ist auch landwirtschaftlich ausgesprochen interessant. Sie gehört zu den Hülsenfrüchten beziehungsweise Leguminosen. An ihren Wurzeln können Knöllchenbakterien in Symbiose mit der Pflanze Stickstoff aus der Luft binden. Das macht Leguminosen auch für Fruchtfolgen im Ackerbau interessant. Gleichzeitig liefern Linsen etwas, worüber wir bei unserer Ernährung immer häufiger sprechen: pflanzliches Eiweiß. Deshalb sollten wir bei der Diskussion über eine stärker pflanzenbetonte Ernährung nicht nur fragen: „Was sollen wir essen?“, sondern genauso: „Wer baut es eigentlich an?“ Denn auch eine Linse beginnt nicht im Supermarkt. Sie beginnt auf einem Acker.

⚖️ Was steckt in meinem Teller?
Linsen liefern pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe, Kartoffeln ergänzen vor allem Kohlenhydrate. Zusammen mit dem Gemüse entsteht daraus eine sättigende Mahlzeit. Je nach verwendeter Öl- und Kartoffelmenge komme ich auf ungefähr 450–500 kcal pro großer Portion.

💶 Und was kostet meine Suppe?
Für 500 g meiner Hausener Linsen habe ich direkt beim Erzeuger 4,90 Euro bezahlt. Die 150 g, die ich für meine Suppe verwende, kosten damit gerade einmal rund 1,47 Euro. Für das gesamte Gericht rechne ich mit einem Warenwert von ungefähr 2 bis 3 Euro pro großer Portion.

Und damit komme ich zu einer Frage, die für mich zur Beschäftigung mit heimischer Landwirtschaft unbedingt dazugehört: Was kostet es eigentlich, solche Lebensmittel bei uns anzubauen – und welchen Preis sind wir bereit, dafür zu bezahlen? Dabei mache ich seit Jahren eine interessante Erfahrung: Wer direkt beim Erzeuger, beim Direktvermarkter, auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen einkauft, bezahlt keineswegs automatisch mehr. Häufig unterscheiden sich die Preise nur wenig – und manches ist direkt beim Erzeuger sogar günstiger.

Für mich liegt der entscheidende Unterschied aber ohnehin woanders: Ich kaufe Lebensmittel. Und ich benutze dieses Wort ganz bewusst: Mittel zum Leben. Denn ich bekomme Produkte, die häufig kurze Wege hinter sich haben und entsprechend frisch bei mir ankommen. Vor allem aber kann ich fragen: Wo kommt mein Lebensmittel her? Wie wurde es angebaut? Wer hat es erzeugt? Ich kann mit den Menschen sprechen, die dahinterstehen, und mir selbst ein Bild davon machen, was in meinem Lebensmittel steckt – an Qualität, Arbeit, Wissen und Verantwortung. Und genau darin liegt für mich ein Wert, der sich nicht allein am Preisschild messen lässt.

Genau solche Begegnungen sollen aus meinen täglichen Rezepten nach und nach viele wertvolle Geschichten über deutsche Landwirtschaft machen.

👉 Mein heutiges „Schon gewusst?“ findet Ihr wieder in den Kommentaren. Dort geht es darum, warum die kleine Linse für einen Acker wesentlich interessanter sein kann, als ihre Größe vermuten lässt.

Und am Abend? Da brauche ich keine große Inszenierung. Draußen Regen, drinnen ein Topf dampfende Linsensuppe. Manchmal ist Genuss genau so einfach.

🌱 GenussKultur – 365 Tage deutsche Landwirtschaft



Und denkt immer daran: Genuss beginnt dort, wo wir wissen, was wir essen, wo es wächst und wer dahintersteht. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer guten Appetit!

23/08/2026

Sag ich doch… 🤷‍♀️🤷‍♀️🤷‍♀️

🌱 Mein heutiger Tagestipp aus der BEW-Küche: Pinker Rettichsalat mit Apfel, Feta und WalnüssenHeute Morgen hatte ich Euc...
22/08/2026

🌱 Mein heutiger Tagestipp aus der BEW-Küche: Pinker Rettichsalat mit Apfel, Feta und Walnüssen

Heute Morgen hatte ich Euch angekündigt: Heute schreibt der Wochenmarkt mein Rezept. Also bin ich mit Freund Carsten nach Weil der Stadt gefahren – ohne fertigen Einkaufszettel und ohne bereits entschieden zu haben, was später auf den Teller kommt.

Denn genau deshalb liebe ich Wochenmärkte.

Bohnen, Lauch, Rote Bete, Kohl, Zucchini und vieles mehr lagen an den Ständen. Eine wunderbare Momentaufnahme dessen, was unsere Landwirtschaft Ende August hervorbringt.

Und dann lag da dieser Rettich. Groß, kräftig – und vor allem leuchtend pink. An dem konnte ich nicht vorbeigehen. Also wanderte er in meine Tasche und wurde damit zum Hauptdarsteller meines heutigen Tagestipps.

Heute allerdings unter etwas anderen Bedingungen: Ich bin bei Freunden.
Aus diesem Grund gibt es keine große Kochaktion und auch keine Heißluftfritteuse. Stattdessen möchte ich aus meinem Marktfund etwas machen, das unkompliziert ist, sich wunderbar mit mehreren Menschen teilen lässt und bei dem der Rettich selbst im Mittelpunkt bleibt.

🌱 Pinker Rettichsalat mit Apfel, Feta und Walnüssen

Für etwa 3–4 Personen als Beilage:

• 1 pinker Rettich
• 1 säuerlicher Apfel
• 100–150 g Feta
• 1 kleine rote oder weiße Zwiebel
• 1 Handvoll Walnüsse
• Petersilie oder Schnittlauch

Für das Dressing:

• 3 EL Olivenöl
• 1½ EL Zitronensaft
• 1 TL Honig
• 1 TL Senf
• Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Den Rettich gründlich waschen und mit der Schale hauchdünn hobeln. Den Apfel ebenfalls fein hobeln oder in dünne Stifte schneiden.

Olivenöl, Zitronensaft, Honig und Senf zu einem Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rettich und Apfel damit vermengen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend den Feta darüberbröseln, Walnüsse grob hacken und mit den Kräutern darübergeben. Mehr braucht es heute nicht.

Und vielleicht ist genau das für mich wieder eine der schönsten Erkenntnisse meiner GenussKultur:

Ich muss nicht immer zuerst ein Rezept haben und danach die Zutaten suchen. Manchmal reicht es, über einen Wochenmarkt zu gehen, sich von der Saison verführen zu lassen – und das Produkt schreibt das Rezept.

Und wie immer - guten Appetit! 😋

🌱 GenussKultur – 365 Tage deutsche Landwirtschaft
Die Saison schreibt das Rezept

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