05/10/2026
Als Winzer erlebt man viele Höhen und Tiefen. Jahrgänge, die einen fordern. Jahre, die einem alles abverlangen. Und dann kommt plötzlich so ein Jahr wie 2026. 🍷
Alle reden vom Klimawandel, von Hitze und Trockenheit. Und trotzdem musste bei uns – mit Ausnahme des Weißburgunders – kein einziger Rebstock künstlich bewässert werden.
Dann dieser Spätsommer. Dieser September. Warme Tage, kühle Nächte und Trauben, bei denen einfach verdammt viel gepasst hat.
Jetzt stehen die ersten jungen 2026er im Keller – und langsam zeigt sich, was dieses Jahr wirklich kann.
Vor allem die Rotweine begeistern mich schon jetzt. Tiefe, Kraft, Spannung und dabei eine Frische, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Die Weißweine? Die lassen sich heuer einfach etwas mehr Zeit. Und die bekommen sie auch.
Ich bin seit vielen Jahren Winzer. Aber genau solche Momente sind der Grund, warum mich Wein noch immer packt:
Du stehst im Keller, hältst das Glas hin, probierst – und denkst dir nur:
Uff … 2026. Das könnte richtig groß werden. 🍷🔥
Thomas Pichler
Kaltern am See
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